Wichteln im Büro – So bist du auf der sicheren Seite

Die Vorweihnachtszeit geht auch am Büroalltag nicht spurlos vorbei. Die Weihnachtsfeier, Unmengen an Spekulatius und Lebkuchen und – na klar! – auch das Wichteln gehört in vielen Unternehmen mittlerweile zum Programm. Die einen lieben es, die anderen regen sich immer noch über das unnütze Geschenk aus dem Vorjahr auf. Fakt ist: Man kann dabei eine Menge Spaß haben, wenn man ein paar Grundregeln beachtet. Wie das Wichteln im Büro zum echten Erfolg wird und woher dieser Brauch eigentlich stammt, verraten wir dir hier.

Wer hat’s erfunden?

Die Idee hinter dieser schwedischen Tradition war ursprünglich, dass man – sozusagen als unsichtbarer Wichtel – einer anderen Person unbemerkt ein Geschenk zusteckt. Bei uns ist die abgewandelte Variante gängiger: Im Freundes- oder Kollegenkreis zieht jeder eine Person, die beschenkt wird und an einem festen Termin überreicht man sich gegenseitig die Geschenke. Klingt simpel, aber es lauern viele Fettnäpfchen!

Wir sollten reden

Obwohl die Wichtel-Muffel in deiner Abteilung schon direkt abwinken, solltest du dir kein Beispiel an ihnen nehmen. Du möchtest dich ja schließlich ins Team integrieren und das ist eine sehr gute Gelegenheit. Außerdem verpasst du auch selbst sonst die Chance auf ein tolles Geschenk.

Erst einmal sollte geklärt werden, nach welchem Prinzip gewichtelt wird. Traditionell nach der Los-Methode oder kauft jeder ein Geschenk, alle kommen in einen Sack und jeder darf mal ziehen? Sollen überhaupt Geschenke gekauft werden? Beim Schrottwichteln durchsucht jeder seine Schubladen nach besonders unnützen oder skurrilen Dingen, um sie feierlich zu überreichen. Wenn hier keine klare Ansage gemacht wird, dann führt dies zu bösen Überraschungen. Du verschenkst hübsche Weihnachtsbaum-Deko und im Gegenzug bekommst du ein einäugiges Kuscheltier vom Grabbeltisch – das ist ein echter Stimmungskiller. Deshalb sollten sich auch alle Teilnehmer auf ein Budget einigen, das für alle gilt. Auch unabhängig davon, wer beschenkt werden soll. Es möchte sich schließlich keiner freiwillig als Geizhals oder Schleimer outen. Fünf bis zehn Euro sind perfekt, denn dafür kann man schon hübsche Kleinigkeiten ergattern.

Das perfekte Geschenk

Und wie finde ich nun das richtige Geschenk? Fangen wir damit an, was gar nicht geht: Selbst wenn du deinen Lieblingskollegen gezogen hast, mit dem du auch privat um die Häuser ziehst, solltest du vorsichtig mit zu persönlichen Geschenken sein. Du weißt, dass er zum Einschlafen gern Kinderhörspiele hört, aber ob er auch möchte, dass euer ganzes Team davon erfährt, weißt du nicht.

Auch Parfüm und Körperpflegeprodukte sind tabu. Denn solche Geschenke schreien förmlich: „Du müffelst!“ – obwohl du das wahrscheinlich gar nicht beabsichtigt hast. Bücher an sich sind keine schlechte Idee. Aber Vorsicht beim Titel. „Wie mache ich mich selbständig“ oder „Die große Allgemeinwissen-Fibel“ sind offensichtlich nicht die richtige Wahl fürs Wichteln, wenn du nicht den Büro-Frieden stören willst. Mit Romanen bist du da auf der sicheren Seite.

Wenn du den Kollegen gezogen hast, den du überhaupt nicht leiden kannst, dann solltest du dir trotzdem Mühe geben. Gezielt hässliche Rachegeschenke auszusuchen zeugt nicht gerade von Reife und du möchtest ja schließlich im Team auch weiterhin ernst genommen werden. Wer weiß, vielleicht ist das ja eine gute Gelegenheit, um das Kriegsbeil zu begraben?
Was fast immer gut ankommt: Exklusive Naschereien, eine gute Flasche Wein oder selbstgebackene Weihnachtsplätzchen.

Jetzt kann doch eigentlich nichts mehr schiefgehen. Ein bisschen Eigeninitiative musst du bei der Geschenkauswahl allerdings schon zeigen. Menschen sind schließlich verschieden. Wenn du deinen Wichtelpartner kaum kennst, dann versuche, mehr über ihn herauszufinden. So kannst du besser abschätzen, womit du ihm eine Freude machst.

In diesem Sinne: Fröhliches Schenken!

Autorin: Laura

Geschrieben von

Alexandra Quant

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