Welches Unternehmen passt zu mir?

„Ich hätte gerne gutes Gehalt in einem mittelständigen Unternehmen, Weiterbildungsmöglichkeiten und dazu eine kleine Cola zum Mitnehmen, bitte.“ Ein Unternehmen zu finden, das zu dir passt, ist leider nicht so einfach wie das schnelle Menü in der Mittagspause. Doch was sind die passenden Zutaten für das perfekte Arbeitsverhältnis – oder gibt es die gar nicht?

Wir irrten uns aneinander. Es war eine schöne Zeit.

Damit dieses paradox-ironische Zitat Goethes nicht zur Realität wird, solltest du nach deinem Abschluss nicht nur die passende Stelle suchen, sondern auch einen Unternehmenstypen finden, mit dem du dich rundum wohl fühlst.

Aber welche wären das und worin genau unterscheiden sie sich eigentlich?

In Deutschland gibt es verschiedenste Typen, die vermutlich alle ihre Vor- und auch Nachteile für dich haben werden.

Vielfalt ist die Würze des Lebens.

Ernst Wildenbruch hat damit durchaus Recht – denn die Unternehmensvielfalt ermöglicht es dir, einen Job nach deinen Bedürfnissen zu finden.

CompuGlobalHyperMegaNet oder Onkel Werners Werkstatt?

Um für dich persönlich herauszufinden, ob du deine Karriere lieber bei einem Konzern oder im Startup beginnen solltest, musst du dir zuallererst einige Fragen stellen:

Möchte ich flache Hierarchien oder klare Strukturen?

Ziehe ich es vor, mit Freunden zu arbeiten oder Anonymität zu genießen?

Wofür steht das Unternehmen und stehe ich selber auch dafür?

Diese Liste kannst du im Grunde unendlich weiterführen und mit sämtlichen Fragen, die für dein künftiges Berufsleben von Belang sind, spicken.

Viele Firmen präsentieren auf ihren Homepages ein Firmenprofil oder Leitbild zum Nachlesen, das sich für einen Abgleich mit deinen Fragen prima eignet.

Non-Profit-Organisationen müssen bei allem Gemeinnutz nicht der perfekte Arbeitsplatz für den Absolventen mit der sozialen Ader sein. Genauso wenig wird ein kreativer Freigeist bei jedem Global Player verkümmern.

Mit deinem persönlichen Kriterienkatalog erstellst du den optimalen Unternehmensfilter.

Statistiken sind nicht immer der beste Weg

Wenn du deine persönlichen Vorlieben nicht berücksichtigst, landest du schnell irgendwo – aber nicht immer am Ziel.

Im Jahr 2015 veröffentliche Statista eine Übersicht über die Wichtigkeit verschiedener Kriterien für Studierende bei der Arbeitssuche:

Vergütung, Weiterbildung und freundschaftliches Arbeitsklima sind mindestens 90 % der Befragten wichtig bis sehr wichtig.

Was sagt uns das? Richtig: Nicht sonderlich viel. Passende Vergütung bedeutet für jeden etwas anderes.

Zudem gaben 58 % an, dass sie Wert auf die Reputation des Unternehmens legen. Auch hier drängen sich Fragen auf:

Reputation in der eigenen Branche? In den Medien? In der Bevölkerung?

Sicherlich haben Großkonzerne eine andere Reputation als der Hidden Champion – Letzterer ist dennoch Weltmarkführer.

Wie kreativ das Umfeld ist, welche Weiterbildungsmöglichkeiten du hast und in welcher Form das Freundschaftliche im Arbeitsklima tatsächlich vorhanden ist, erfährst du im Zweifel erst im Vorstellungsgespräch oder am Probetag.

Nicht nur du wirst an diesem Tag erprobt – auch du kannst anschließend immer noch entscheiden, ob das Unternehmen zu dir passt.

Verzweiflung und zweite Chancen dürfen sein

Nicht immer wirst du 100 % Übereinstimmung erreichen können und wenn doch, kann es passieren, dass das perfekte Unternehmen gerade niemanden für deinen Traumjob sucht.

Initiativbewerbungen gehen natürlich immer – garantieren aber selbstverständlich keine Stelle.

In diesem Moment kannst du dich entweder für eine Auszeit entscheiden oder dem eigentlich schon abgeschriebenem Unternehmenstyp doch noch eine zweite Chance geben.

Um beim Eingangsvergleich zu bleiben:

Nur weil es die Cola nicht in der Light-Variante gibt, muss das Menü nicht ungenießbar sein.

Im Zweifel solltest du dich aber doch in einem anderen Restaurant umschauen. Unser Anspruch ist es, dir dabei zur Seite zu stehen und dir Stellen und Unternehmen so zu präsentieren, dass sie dir schmecken.

Ganz auf dich allein gestellt bist du bei der Suche also nicht. Wir wünschen dir dabei viel Erfolg!

Titelbild: istockdaily/Thinkstock

Geschrieben von

Alexandra Quant

2 Kommentare

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  • Schöner Beitag! Auch interessant, dass als Kriterium die Weiterbildung bzw. die Weiterbildungsmöglichkeiten erwähnt wurde. Das ist auch ein wichtiger Faktor und sollte nicht ausser Acht gelassen werden. Weiter so!

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