Teambuilding Extreme mit Tough Mudder – Jammern war gestern

Wer kennt sie nicht? Langweilige Firmenevents, die dazu dienen sollen, sein Gegenüber ein bisschen besser kennenzulernen. Um dann herauszufinden, dass er statt zwei sogar drei Kinder hat und – wer hätte das gedacht – sogar dasselbe Hobby pflegt wie du, was in Zukunft doch die perfekte Gesprächsbasis wäre. Allerdings nur, wenn es dazu auch kommt, denn am Ende sitzt man in der nächsten Pause wieder mit den „üblichen Verdächtigen“ am Mittagstisch. Das geht auch anders!

Wie war das noch beim letzten Seminar zum Thema Teambuilding? Der Kollege aus der IT-Abteilung hat sich ganz tarzanmäßig aus der letzten Reihe nach vorne gekämpft, um dann mit akrobatischer Leichtigkeit den Kollegen aus der ersten Reihe vor dem Einschlafen zu retten. Wahnsinn, dieser körperliche Einsatz seines eigenen Lebens. Nur leider hat mich Niemand vor dem Einschlafen gerettet und plötzlich bin ich dann auch selbst aufgewacht. Verdammt. Alles nur geträumt. Aber wäre es nicht super, wenn man nicht nur über Teambuilding reden, sondern es einfach machen würde?

„Bist du zu schwach, sind sie zu stark… und ziehen dich trotzdem mit!“

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Etwas Außergewöhnliches muss also her. Ein Event, das das Team zusammenschweißt. Gemeinsam stark sein und ohne den Kollegen das nächste Ziel nicht erreichen können. DAS ist Teambuilding. DAS ist Tough Mudder! Der Extreme-Run ist kein gewöhnliches Teambuilding Event, nicht einfach nur ein Crosslauf oder Hochseilgarten – er ist eine Lebenseinstellung. Beim Tough Mudder wird keiner zurückgelassen. Und genau das ist es, was den Lauf zum absoluten Teambuildingevent macht. Hier besteht man nicht alleine. Hier läuft man zu dritt, zu viert, zu fünft, zu zehnt: Hauptsache zusammen! Beim Tough Mudder geht es nicht um Zeit, sondern darum, Spaß zu haben und sich selbst neu kennenzulernen.

Ihr habt noch nie etwas von Tough Mudder gehört? Okay, kurze Zusammenfassung: Es handelt sich dabei um einen Extremhindernislauf, der zwischen 16 und 19 km lang ist und irgendwie in vier Stunden bewältigt werden muss. Der Clou an der Sache? Beim Tough Mudder warten Hindernisse auf dich, die absolute kein Zuckerschlecken und ohne Teamarbeit gar nicht erst zu überwinden sind. Mit viel Gebrüll und jeder Menge Drill-Instructor-Feeling wird der Menge vor dem Start ordentlich eingeheizt. Das Adrenalin steigt in den Körper, Vorfreude und Aufregung steigen ins Unermessliche. Spätestens jetzt wird klar: Gott sei Dank stehe ich hier nicht alleine. Ohne mein Team schaffe ich es nicht.

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„Ich passe auf dich auf. Ich bringe dich ins Ziel!“

Was Teamarbeit wirklich heißt, muss jeder Mudder seinen Teamkameraden vor dem großen Startschuss als Versprechen mit auf den Weg geben:

„Als Tough Mudder gelobe ich, dass…

…ich weiß, dass Tough Mudder kein Rennen ist, sondern eine Herausforderung.

…ich Teamwork und Teamgeist Vorrang vor meiner Streckenzeit gebe.

…ich nicht Jammern werde – Jammern ist etwas für Kinder.

…ich meinen Mudder-Kameraden helfen werde, die Strecke zu bewältigen.

…ich alle Ängste überwinden werde.“

Und während man die ersten zwei Kilometer noch locker vor sich hin trabt, wird einem spätestens auf „Heidis Weg“ klar, was es heißt, ein Tough Mudder zu sein. Klettern ohne Kletterausrüstung – schon mal gemacht? Hier ist Teambuilding gefragt. Auf gegenseitiges Abstützen, Hochschieben, Rausziehen und Motivieren kommt es an. Erst jetzt weiß man seine Teamkameraden wirklich zu schätzen und lernt ganz neue Seiten an sich kennen. Mal abgesehen von den Muskeln, die plötzlich an Stellen sind, an denen man zuvor nur Wackelpudding vermutete.

„Wenn du einen Weg ohne Hindernisse findest, führt er wahrscheinlich nirgends hin!“

Kilometer für Kilometer wächst das Team immer enger zusammen. Die Starken helfen den Schwächeren. Ängste und Hindernisse werden gemeinsam überwunden. Während du bereits mehrfach dreckigen Boden geküsst hast und deine Teamkameraden dich über die größte Berliner Mauer der Welt, die „Berlin Walls“, gerettet haben, ist es Zeit für eine gemeinsame Abkühlung. „Arctic Enema“ heißt das Hindernis, das dir für kurze Zeit das Blut in den Adern gefrieren lässt. Über eine Rutsche gelangt man in eiswürfelgekühltes Wasser – von Null auf Hundert. Aber keine Angst: Deinen Teamkameraden geht es auch nicht besser, aber genau dafür hast du dein Team an deiner Seite. Ihr könnt euch gegenseitig motivieren, Mut zusprechen und Stärke verleihen.

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„Kein Weg ist lang mit einem Freund an deiner Seite!“

Als wäre das nicht alles schon genug gewesen, wird dein gefrorenes Blut nun gekocht. Feuer? Nein, viel schlimmer. Beim nächsten Hindernis wirst du ordentlich unter Strom gesetzt. Wie hieß es bei den Vorbereitungen noch so schön? „Kenne deinen Feind.“ Spätestens nach der „Electroshock Therapy“ hast du ihm tief in die Augen gesehen. Hier schießen 10.000 Volt durch deinen Körper – ein Gefühl, das du sonst nur erlebst, wenn sich dein Rechner auf der Arbeit mal wieder selbstständig macht.

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Nur wer es selbst erlebt hat, weiß, was der Tough Mudder als Extreme Teambuilding-Event zu bieten hat. Denn wenn wir mal tiefer unter der Schlammdecke graben, finden wir noch jede Menge andere Schätze. Du lernst nicht nur dich selbst, sondern auch deine Kollegen von einer ganz neuen Seite kennen. Unter erschwerten Bedingungen kann sogar die zurückhaltende Buchhalterin anfangen zu fluchen und der Bürohengst aus der Personalabteilung hört gar nicht mehr auf zu jammern. Beim Tough Mudder kann und MUSS jeder so sein, wie er ist. Das verbessert in Zukunft nicht nur das Arbeitsklima, sondern eröffnet untereinander neue Blickwinkel auf die Kollegen und Kolleginnen. Denn sind wir doch mal ehrlich: Die Präsentation vor dem Vorgesetzten fällt um einiges leichter, wenn du zuvor mit ihm eine Runde im Dreck gewühlt hast.

Warum Tough Mudder also das perfekte Teambuildingevent ist? Weil man hier nicht nur seine Kraft und Ausdauer testen kann, sondern auch die Willensstärke und der Teamgeist unter Beweis gestellt werden.

Autorin: Marina

Geschrieben von

Karista

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