Pünktlich ist pünktlich ist… Gedanken zur Pünktlichkeit in Vorstellungsgesprächen

Eine goldene Regel bei Vorstellungsgesprächen lautet: Du musst pünktlich sein! Oft wird sogar empfohlen, 10 bis 15 Minuten vor dem Termin zu erscheinen. Diese Regel ist in großen Unternehmen sicherlich sinnvoll – ABER… Wir müssen grundsätzlich mal über Pünktlichkeit sprechen. Im Berufsalltag ist das nämlich immer wieder Thema, deshalb reden wir jetzt Tacheles!

Zu spät? Disqualifiziert!

Kurz zusammengefasst – unter anderem sendest du diese Messages, wenn du nicht pünktlich, sondern mehr als 5 Minuten zu spät zum Vorstellungsgespräch erscheinst:

  1. Meine Bewerbung, meine Ankunft, meine Entscheidung, mein Job, mein Business, meine Karriere, mein B(l)ock
  2. Ich habe den Job nicht sonderlich nötig, also mache ich ganz gemütlich
  3. Ich bin so gechillt, ich checke nicht mal vorher ab, wie lange ich zum Unternehmen brauche
  4. Fanfaren! Die Queen/der King hat sich dazu herabgelassen, zu erscheinen

But don’t be a Streber!

Mal ein Statement aus dem Blickwinkel einer Person, die selbst Vorstellungsgespräche führt: Ein bisschen zu früh ist beim Bewerbungsgespräch okay. VIEL zu früh geht gar nicht. Am besten ist einfach – pünktlich. In der Regel sitzen Personalverantwortliche nicht bereits 30 Minuten vor dem verabredeten Termin auf heißen Kohlen und scharren vor Nervosität mit den Füßen. Auch wenn es für dich total aufregend ist, für Personalverantwortliche ist das Vorstellungsgespräch ‚nur‘ ein Teil des Arbeitsalltags, sie haben noch viele andere Aufgaben. Wenn dann 40 Minuten vor dem verabredeten Termin die Nachricht kommt, dass die Bewerberin da ist, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Sich selbst stressen oder die Person warten lassen. Und als Bewerber selbst 40 Minuten warten zu müssen, ist sicherlich auch nicht so angenehm….

Pünktlich? You are IN!

Natürlich hat noch niemand einen super Job bekommen, nur weil er pünktlich war. Sollten aber mehrere Bewerber und Bewerberinnen ähnlich gut für eine Stelle qualifiziert sein, kann ein winziges Detail wie Pünktlichkeit durchaus mal entscheidend sein. Es gibt einfach Leute, die chronisch zu spät kommen. Wenn du für dich selbst diese Diagnose stellen kannst, triff rechtzeitig Vorkehrungen. Du fährst mit dem Auto zum Vorstellungsgespräch? Dann fahr die Strecke doch vorher schon mal, um zu gucken, wie lange du dafür brauchst. Denk aber auch an den Berufsverkehr um bestimmte Uhrzeiten!

Oder bist du mit der Bahn unterwegs? Nimm am besten eine frühere Verbindung, denn Streiks, Unwetter, Personen auf den Gleisen, Oberleitungsschäden, Notarzteinsatz, Stau, Verzögerungen im Betriebsablauf, Fahrplanänderungen und noch gefühlt 5000 weitere Dinge können dafür sorgen, dass du nicht pünktlich erscheinst. Um wirklich auf der sicheren Seite zu sein, solltest du auch die Telefonnummer des Unternehmens dabei haben, bei dem du dich beworben hast. Falls nämlich wirklich alles schiefgeht, kannst du direkt anrufen und deine Verspätung erklären.

Und jetzt?! Auf auf, zum Vorstellungsgespräch – aber bitte pünktlich 😉

Geschrieben von

Leonie Feibig

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