Psychische Belastung im Job – Warum es wichtig ist, gerne ins Büro zu gehen

Wer kennt es nicht: Der Wecker klingelt und man hat keine Lust aufzustehen. Doch ist es wirklich nur die Müdigkeit, die einen nicht aus dem Bett kommen lässt? Oder sind da noch andere Faktoren im Spiel, die einen dazu veranlassen, sich die Bettdecke über den Kopf zu ziehen? Immer häufiger ist es nicht nur der Wunsch nach einem freien Tag, sondern die Angst zur Arbeit zu gehen. Zu viel Verantwortung, fiese Kollegen oder ein nicht zufriedenstellender Chef können nämlich schnell zur psychischen Belastung werden. Unzufriedenheit und Frustration können aber auch schnell aufkommen, wenn die Arbeit an sich keinen Spaß macht  – nämlich dann, wenn man unterfordert ist oder sich einfach den falschen Job ausgesucht hat. Was es auch ist: Die Unzufriedenheit wirkt sich nicht nur auf die Arbeit aus, sondern hinterlässt auch körperliche und seelische Spuren.

Wenn Arbeit krank macht

Was meist harmlos anfängt, kann sich ganz schnell zu einer ernstzunehmenden Depression oder einem Burnout entwickeln. Kleine Sticheleien und unachtsam gewählte Kommentare von den Kollegen schwirren auch nach Feierabend noch im Kopf herum, ungelöste Aufgaben werden mit ins Bett genommen und sorgen langsam aber sicher für schlaflose Nächte. Mit der Zeit können sich sogar Angstzustände entwickeln, deren körperliche Folgen nicht lange auf sich warten lassen. Kopfschmerzen, Herzrasen und Magengeschwüre sind meist Anzeichen, die auf eine psychische Belastung zurückzuführen sind. Auch Angstzustände können erstmals auftreten und zur Minderung der Leistungsfähigkeit führen.

Auf Warnsignale und psychische Belastung hören

Diese körperlichen Zustände sind lang keine Symptome mehr, die auf die leichte Schulter genommen werden sollten. Zwar entwickelt sich nicht gleich jede psychische Belastung zu einer schweren Erkrankung, jedoch reagiert der Körper nicht ohne Grund alarmierend auf Stresssituationen. Hast du das Gefühl, den Anforderungen im Job nicht mehr gewachsen zu sein oder mit dem was du tust nicht glücklich zu werden, solltest du dieser Vermutung dringend auf den Grund gehen und entsprechend handeln. Ein Gespräch mit dem Vorgesetzten ist dabei die einfachste Lösung, ansonsten sollte aber auch über eine Umschulung oder gar über die Kündigung nachgedacht werden.

Nur wer Spaß an der Arbeit hat, kann auf Dauer Leistung bringen

Wer einen Vollzeitjob ausübt merkt schnell, dass er auf der Arbeit mehr Zeit mit seinen Arbeitskollegen verbringt als zu Hause mit seinen Liebsten. Darum ist es nicht nur besonders wichtig, seinen Beruf gerne auszuüben, sondern sich auch gut mit seinen Kollegen zu verstehen. Denn nur wer gerne zur Arbeit geht und Spaß an dem hat, was er tut, kann auf Dauer Leistung bringen. Nicht umsonst sendet der menschliche Körper nämlich Warnsignale, um vor psychischen Belastungen zu schützen. Darum werden heutzutage immer häufiger sogenannte Feelgood Manager in Unternehmen eingesetzt, um das Arbeitsklima so angenehm wie möglich zu gestalten und den Zusammenhalt der Mitarbeiter untereinander zu stärken. Mögen böse Zungen darüber witzeln, ob es wirklich notwendig sei, Teamevents zu organisieren oder Obst und Schokolade for free anzubieten – je mehr auf die Mitarbeiter eingegangen und für ihr Wohlbefinden gesorgt wird, desto zufriedener sind sie mit ihrem Arbeitsumfeld. Natürlich wird damit nicht automatisch Spaß an der Arbeit erzeugt. Den richtigen Job muss schließlich jeder für sich selbst finden.

Autorin: Daniela Stolte

Geschrieben von

Alexandra Quant

2 Kommentare

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  • Ich denke, jetzt ist 2016 und Feelgood-Management gehört dazu. Vor allem Berufseinsteigern wird heutzutage so viel abverlangt. Für ein gutes Feeling am Arbeitsplatz kann und sollte man auch selbst sorgen z.B. durch Ordnung & ein gesundes Zeitmanagement – aber Verantwortung tragen besonders die Arbeitgeber für Ihre Angestellten. Und wenn sich der Chef selbst zum Feelgood-Manager ernennt ;-D

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