Dos & Don’ts bei der privaten Krankenversicherung für Lehrer

Nach den gefühlt tausend Beiträgen, die man im Internet über Versicherungen aller Art findet, sollte man ja meinen, dass man ausreichend für die große böse Welt da draußen gewappnet ist. Aber gerade was Krankenversicherungen angeht, kann man nie gut genug informiert sein. Bei den vielen Tarifen, aus denen gewählt werden kann, bekommt der Spruch „die Qual der Wahl“ eine völlig neue Bedeutung. Wir machen heute Schluss mit der Undurchsichtigkeit und verraten dir, was du zum Thema private Krankenversicherung für Lehrer wissen musst.

Bereits vor Studienbeginn müssen angehende Lehrer und alle anderen zukünftigen Akademiker um das Thema Versicherung kümmern. Da sie bis zum Abschluss des Studiums bindend, sollte die Entscheidung für eine Versicherung nicht zwischen Tür und Angel getroffen werden. Nicht jeder Student hat es eilig, sein Studium zu beenden, dann kann es beim Einen oder Anderen mit der falschen Versicherung richtig teuer werden. Glücklich sind die, die noch unter 25 sind und in der Familienversicherung mitversichert sind. Die schont nämlich den schmalen studentischen Geldbeutel, da sie kostenlos ist. Alle anderen müssen leider zahlen, aber Gott sei Dank gibt es die Möglichkeit zwischen günstigen gesetzlichen Studententarifen zu wählen.

Tschüss Studentenleben, es war sehr schön mit dir!

Leute, genießt die Studentenzeit. Danach wird es nämlich nicht besser. Mehr Verantwortung, keine monatelangen Semesterferien mehr und viel höhere Kosten kommen auf euch zu. Für den Nachwuchs von Beamten ist es aufgrund der Beihilfen sinnvoller, schon während des Studiums in die private Krankenversicherung zu wechseln. Sie brauchen hier nämlich nur eine Absicherung für den Prozentsatz, den die Beihilfe nicht abdeckt (meist 20 Prozent), zu berappen. Doch spätestens ab dem 25. Lebenslahr muss sich jeder Student selbst versichern. Auch Langzeitstudenten, die bereits das 14. Semester erreicht haben, sollten über eine private Krankenversicherung nachdenken, da sie danach keine günstigen Studententarife mehr bekommen.

Die Gretchenfrage

Die Entscheidung, die vor Studienbeginn getroffen werden muss, hat oft auch Konsequenzen auf die spätere Wahlmöglichkeit. Entscheidet man sich beispielsweise während des Studiums für eine private Krankenversicherung, so kann man nach dem Studium nur in die Gesetzliche wechseln, wenn man eine abhängige Beschäftigung aufnimmt. Doch die Frage ist, ob es sich lohnt, in die Private einzutreten. Ist das nicht viel zu teuer? Welchen Sinn macht es dann überhaupt? Vor allem im öffentlichen Dienst stellt man sich seit dem 01.01.1999 immer wieder die Frage, ob sich eine private Krankenversicherung lohnt. Im Allgemeinen dürfen Angestellte im öffentlichen Dienst nämlich nur ab einem bestimmten Einkommen in die Private wechseln, ansonsten sind sie in der Gesetzlichen pflichtversichert. Bei den Jüngeren fällt zwar die Beihilfe weg, allerdings bekommen sie einen Arbeitgeberzuschuss, der bis zur Hälfte der Krankenversicherungskosten decken kann.

Auf den Punkt gebracht

Die Private bietet gerade für Lehrer ziemlich günstige Einsteigertarife, die Beihilferestkosten sind beispielsweise zu 99% billiger als in der Gesetzlichen. Zudem kann sich Jeder einen passgenauen Tarif auf den Leib schneidern lassen. Wenn ihr als Angestellte im öffentlichen Dienst genug verdient, macht eine private Krankenversicherung durch den Arbeitgeberzuschuss auf jeden Fall Sinn. Angestellte im öffentlichen Dienst bekommen die Versicherung sozusagen im Sonderangebot, denn für die Leistungen müsstet ihr in der Gesetzlichen wesentlich mehr zahlen.

Für Lehrer, die je nach Bundesland und Familienstand 70% für Erwachsene und 80% für Kinder der Versicherungskosten durch die Beihilfe abgedeckt bekommen, ist die Versicherung in einer Privaten ebenfalls zu empfehlen. Günstiger bekommt man diese Leistungen nämlich in der Gesetzlichen auf keinen Fall. Ein weiterer Vorteil der privaten Krankenversicherung für Lehrer ist, dass sie nicht nur Nerven beim Warten auf einen Arzttermin schont, sondern auch eindeutig die bessere gesundheitliche Absicherung bietet. Außerdem können sogenannte Altersrückstellungen gebildet werden, die dir mit voranschreitend grauem Haar mal von Vorteil sein wird. Man zahlt bei der Privaten auch nicht in den großen, bunten Gemeinschaftstopf, sondern sorgt explizit für die eigenegesundheitliche Sicherheit. Ein Punkt bei dem du auf jeden Fall über eine private Zusatzversicherung nachdenken solltest, ist der Zahnschutz. Der kann einem nämlich mal ein riesiges Loch in den Geldbeutel fressen. Prothesen, Sanierungsarbeiten und Implantate knacken fast immer die 5000 Euro Marke. Mit einer Zusatzversicherung ist die Behandlung dann gleich weniger schmerzhaft 😉

Mehr erfahren?

Auch wenn das Thema Versicherungen nicht das interessanteste ist, solltet ihr euch damit beschäftigen. Selbst wenn die Kosten für euch zweitrangig sind, solltet ihr trotzdem auf keinen Fall bei eurer Gesundheit sparen. Alle Informationen zum Thema Krankenversicherung für Lehrer findet ihr übrigens auf der verlinkten Seite in der Rubrik Krankenversicherung.

Geschrieben von

Alexandra Quant

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