Mein erster Job nach dem Studium – ein Erfahrungsbericht

Die Uni ist vorbei, das Zeugnis hängt an der Wand. Und was kommt dann?

Die letzten Prüfungen hast du hinter dich gebracht, alle Creditpoints sind deinem Konto gutgeschrieben worden und plötzlich ist es soweit – du hast deinen Uni-Abschluss in der Tasche und dein erster Job nach dem Studium rückt immer näher. Heute teile ich meine eigenen Erfahrungen und gebe euch tolle Tipps, mit denen ihr den Berufseinstieg erfolgreich meistern könnt.

Mein erster Job

Seien wir ehrlich: Wir alle hatten während des Studiums manchmal Angst, nach dem Abschluss keinen Job zu finden und letztlich bis in alle Zeiten als Master of Kellnern unser Geld zu verdienen. Bei mir war dann die Freude umso größer, als ich nahtlos einen Job fand, der mich auch heute noch fordert und begeistert. Glücklicherweise hatte ich in meinen Studentenjobs schon das gelernt, was jedem Neuling hilft, die ersten Tage im neuen Job zu meistern. Die Geheimnisse des Jobeinstiegs könnte ich natürlich mit ins Grab nehmen – aber ich bin dazu bereit, meine Erfahrungen mit euch zu teilen. Ich weiß nämlich noch sehr gut, wie unendlich aufgeregt man vor seinem ersten Arbeitstag ist und das die Gedanken immer wieder um Fragen kreisen wie: Wie soll ich mich verhalten? Was ziehe ich überhaupt an? Und wie genau wird mein erster Tag eigentlich ablaufen?

1. Immer schön freundlich bleiben

Der wahrscheinlich banalste, aber gleichzeitig wichtigste Tipp für die ersten Tage im ersten Job nach dem Studium ist: Sei freundlich, aber nicht übertrieben lässig. High-Fives und Schulterklopfer solltest du dir zunächst sparen. Du solltest dich bei jedem Mitglied deiner neuen Abteilung persönlich vorstellen – wichtig ist dabei, dass du zurückhaltend bist. Das bedeutet, dass du weniger von dir erzählen, sondern deine neuen Kollegen nach ihren Aufgaben und Tätigkeiten im Unternehmen fragen solltest.

2. That’s not my Name!

Viele neue Gesichter bedeutet auch: Viele neue Namen. Der beste Ratschlag, den ich dir geben kann ist: Merke dir die Namen deiner neuen Kollegen! Dieser Tipp klingt etwas nach Überforderung – wie sollst du es bloß schaffen, dir gleich in der ersten Woche all die vielen Namen deiner neuen Kollegen zu merken? Mein Tipp: Versuche die Namen mit irgendeiner Eigenschaft oder Auffälligkeit der Person zu verbinden. Deine Kollegin heißt Carolin? Sie trinkt keinen Kaffee, sondern nur einen Koffeinfreien Ersatz, der mit „Caro“ anfängt? Perfekt: Die „Caro“-trinkende Carolin. Du hast einen neuen Kollegen der Frederik heißt und filigran gestylte Haare hat? Klar, das ist Frederik mit der schönen Frisur. Oft kennst du auch schon jemanden, der den gleichen Namen trägt – solche Namen merkt man sich schneller.

3. Orientiere dich am Verhalten deiner Kollegen

In jedem Unternehmen ist es wie überall, wo Menschen zusammen leben oder arbeiten: Es gibt bestimmte Regeln und Abläufe, die sich über Jahre eingeschliffen haben und aus denen man nur ungern ausbricht. Als der oder die „Neue“ solltest du also auf jeden Fall vermeiden, dich von deinen neuen Kollegen abzuwenden und deine eigenen Rituale im ersten Job nach deinem Studium durchzuführen. Gehen die Kollegen in der Mittagspause zusammen essen? Wunderbar! Lass dein Pausenbrot ruhig in der Tasche – die alte Stulle kannst du auch noch abends essen. Geh lieber mit zum Italiener um die Ecke, zum China-Imbiss oder zum Döner-Mann, schließlich nirgends sonst lernst du deine Bürogenossen schneller und entspannter kennen.

4. Lass dir nichts erzählen – mach dir dein eigenes Bild

Natürlich ist es wichtig, dass du deine Kollegen kennenlernst und ihr euch gegenseitig mögt. Trotzdem ist eine gewisse Distanz zwischen dir und deinen Arbeitskollegen gerade am Anfang nötig. Wer sofort viel von sich selbst preisgibt und sich direkt mit einzelnen verschwört, Lästergruppen bildet und andere ausschließt, verspielt fast immer seine Chance, mit den anderen genauso gut zurechtzukommen. Man „erbt“ gewissermaßen die Sympathien und Antipathien seines Verbündeten – und dein Ziel ist es ja eigentlich, dir einen eigenen Ruf aufzubauen.

Nun zu dir 🙂

Wenn du diese vier Tipps beherzigst und einfach du selbst bist, kann eigentlich gar nichts mehr schiefgehen. Schließlich hast du schon ganz andere Hürden im Leben gemeistert. Die erste Zeit im ersten Job nach dem Studium ist natürlich total aufregend – du musst vielleicht umziehen, deine neuen Kollegen kennenlernen, dich ans frühe Aufstehen gewöhnen, eventuell deine Krankenversicherung wechseln und anderen Kram machen, der dich im Studium nicht im Geringsten beschäftigt und interessiert hat. Trotz dieser ganzen organisatorischen Aufgaben kann ich dir nur sagen: Genieße es! Was gibt es schließlich Schöneres als sein Wissen endlich auch in der Praxis anwenden zu können, einen geregelten Tagesablauf zu haben und – last but not least – das erste langersehnte Gehalt auf seinem Konto zu sehen?

Geschrieben von

Eva Friese

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