„I Love You Baby“ – 3 Tipps, mit denen die Liebe im Büro funktioniert

Liebe im Büro: Was passiert, wenn’s passiert und wie man sich trotzdem unpeinlich am Arbeitsplatz verhalten kann, verrate ich euch im zweiten Teil unserer Reihe.

Ach, ihr arbeitet zusammen? Ist das nicht merkwürdig?

Während ich früher ständig die Frage „Wie, Germanistik, nicht auf Lehramt?“ zu hören bekam, wurde sie inzwischen von dieser oft verständnislosen Nachfrage abgelöst. Die Antwort darauf ist simpel und schnell: Es ist überhaupt nicht merkwürdig. Warum sollte es das auch sein? Da mein Partner und ich zwar im gleichen Unternehmen, aber in anderen Abteilungen tätig sind – er im Vertrieb, ich in der Online-Redaktion – haben wir während der Arbeit kaum Berührungspunkte. Dennoch scheinen Bekannte dem oft kritisch gegenüber eingestellt zu sein und listen gerne auf, was es da doch für Konfliktpotential gibt. Natürlich kann es schwierig sein, wenn man tatsächlich an den gleichen Aufgaben arbeitet oder sich die Partner sogar in einem Vorgesetzten-Angestellten-Verhältnis befinden. Das eine oder andere Mal werden da vielleicht die privaten Auseinandersetzungen auch auf der Arbeit ausdiskutiert oder sogar mal die „Ich hab‘ hier aber das Sagen“-Karte ausgespielt.

Mein Tipp: Da Streitereien genauso wenig an den Arbeitsplatz gehören wie übertriebenes Turteln – das müssen (und sollten) keine Außenstehenden mitbekommen – ist es notwendig, eine gewisse Professionalität mitzubringen. Für mich gibt es kaum etwas Schlimmeres als die Leute, die ihre Probleme in der Öffentlichkeit austragen. Es ist natürlich von Vorteil, wenn man ohnehin nicht der Typ dafür ist, nachtragend zu sein und seinem Partner alte Konflikte vorzuwerfen. Aber auch so sollte man in seiner Beziehung klarstellen, dass man trotz möglicher Meinungsverschiedenheiten auf der beruflichen Ebene vernünftig miteinander umgeht. Falls es dann doch mal zu Reibereien kommt, ist es wichtig, dass man seine Kämpfe nicht im Büro austrägt, sondern anschließend zu Hause darüber spricht, was schief gelaufen ist und was man verbessern könnte.  🙂

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Nein, wir hocken nicht ständig aufeinander!

Auf manche Leute scheint es so zu wirken, dass man auch automatisch die ganze Zeit nebeneinander sitzt, wenn man zusammen arbeitet. Dann reagieren viele fast schon verstört, indem sie betonen, dass sie das ja überhaupt nicht könnten. Also, ich sitze an meinem eigenen Schreibtisch, nicht bei meinem Freund auf dem Schoß. Da sich unsere Aufgaben selten überschneiden, haben wir auch überhaupt keine Zeit, den ganzen Arbeitstag zusammen zu verbringen – dafür gibt es schließlich die Freizeit. 😉 Nichtsdestotrotz hätte ich überhaupt kein Problem damit, noch mehr mit meinem Partner zusammenzuarbeiten und mehr gemeinsame Zeit zu haben.

Mein Tipp: Klare Regelungen finden, sodass Arbeit und Privatleben nicht verschmelzen. Wir haben zum Beispiel die Regel, dass wir nur auf dem Heimweg über Themen, die die Arbeit betreffen, sprechen. 30 bis 45 Minuten haben dann beide die Möglichkeit, vom Tagesgeschehen zu berichten, Hilfe beim Partner zu suchen oder dem Ärger Luft zu machen. Aber sobald wir dann zu Hause ankommen, wird es Zeit, auch mal abzuschalten und vom Arbeitskollegen-Modus in den Pärchen-Modus zu switchen. 🙂 Ich glaube außerdem, dass solange beide wissen, wo die eigenen Stärken liegen und wie man sie gegenseitig schätzt und nutzt, auch eine gemeinsame Arbeit ein Erfolg werden kann!

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Meine Herrschaften, wir sind hier nicht in einem Séparée

Andere Pärchen will man nicht streiten sehen – aber man will sie auch nicht unbedingt beobachten, wie sie sich gegenseitig abknutschen (außer, das entspricht dem eigenen Fetisch). Wieso sollte es da im Büro anders sein? Ähnlich wie bei dem Streit-Thema würde ich sagen, dass es natürlich auch eine Frage des Typs ist, ob man auf den Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit besteht oder nicht. Allerdings finde ich: Wenn man beruflich im Unternehmen ernstgenommen werden will, sollte man sich auch professionell verhalten – und dementsprechend die Finger bei sich behalten. Spätestens, wenn die anderen Arbeitskollegen starren, tuscheln und sogar ganz direkt Bemerkungen fallen lassen, sollte die Knutschpause in die Freizeit verlegt werden.

Mein Tipp: Auch hier sollte man offen mit dem Partner darüber sprechen, wie man im Büro miteinander umgeht. Das bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass man sich siezen muss oder jeglichen Augenkontakt meidet. Man sollte sich aber auf jeden Fall Gedanken machen, sobald die Kollegen und Kolleginnen einen mit „Fummelbande“ oder „Knutschkugel“ bezeichnet.

Liebe im Büro: Pexels.com

Liebe unter Kollegen: Adi Constantin/unsplash.com

Beziehung Arbeitskollegen: Anete Lūsiņa/unsplash.com

Geschrieben von

Virginia Kalla

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