Kinder während der Uni

Während der Uni schwanger zu werden, bedeutet Studienabbruch? Auf gar keinen Fall! Studieren mit Kind – was früher undenkbar schien, ist heute gar nicht mehr so abwegig. Oft ist es möglich, diese Doppelbelastung bravourös zu meistern. Für manche ist das Studium sogar genau der richtige Zeitpunkt, um mit der Familienplanung zu starten. Andere erreicht die frohe Botschaft vielleicht ein wenig unverhofft. Egal, ob geplant oder nicht, wir haben heute Tipps für dich, die dir dabei helfen, Kind und Studium unter einen Hut zu kriegen.

Finanzierungstipps

Die größte Sorge ist und bleibt für viele die finanzielle Situation. Schließlich herrscht für einen alleine schon eher Ebbe als Flut im Portemonnaie. Wenn also nicht mal spontan ein Kinobesuch drin ist, wie soll man da ein Baby füttern? Das klingt jetzt alles erstmal erschreckend, aber keine Angst, man wird nicht alleine gelassen. Zunächst einmal bekommt jedes Kind mit Wohnsitz in Deutschland auch Kindergeld. Wenn du das Kindergeld mit der Geburtsurkunde beantragst, bekommst du momentan für das erste Kind 184 Euro pro Monat. Und auch wenn du als Student noch kein regelmäßiges Einkommen hast, steht dir Elterngeld zu. Zwar sind es keine Unmengen, aber 300 Euro monatlich helfen durchaus.

Etwas kniffliger wird es da schon beim BAföG. Beziehst du BAföG und unterbrichst dein Studium länger als drei Monate, verlierst du den Anspruch. Bei Wiederaufnahme des Studiums bekommst du dann jedoch etwas mehr Geld für dein Kind gezahlt. Wer rechnen kann, dem wird allerdings nicht entgangen sein, dass es am Ende trotz der staatlichen Finanzspritzen recht knapp wird. Die Lösung für akute Geldnot sind Stiftungen. Diese sind zwar nicht gesetzlich geregelt, sorgen aber trotzdem dafür, dass Schwangere in bestimmten Situationen Unterstützung zugesprochen bekommen. Ist man beispielsweise alleinerziehend und hat keine Möglichkeit, einen Nebenjob mit dem Kind zu vereinbaren, helfen solche Stiftungen.

Zeitmanagement

Kind, Uni und vielleicht sogar noch ein Nebenjob? Da kann man vom ständigen Rotieren schon mal ins Schwitzen kommen. Deshalb ist es wichtig, gerade in dieser Zeit sein soziales Netzwerk zu nutzen. Eltern, Geschwister und Großeltern können mithelfen, damit das Studium erfolgreich über die Bühne gebracht werden kann. Dabei sollte man auch kein übermäßig schlechtes Gewissen haben, denn wir alle wissen ja: Geben ist seliger denn nehmen! Und Mama und Papa freuen sich doch immer, wenn sie ihr Enkelkind verwöhnen können. Viele Unis haben zudem einen Unikindergarten, in dem das Kind betreut werden kann. Das spart unnötige Fahrerei und bietet die tolle Möglichkeit, sich mit anderen Studenten-Eltern austauschen zu können.

Ein strukturierter Tag ist und bleibt aber das A und O. Auch dafür gibt es Mittel und Wege. Versuch zum Beispiel deinen Tag nach der ABC-Analyse einzuteilen. Die A-Aufgaben stehen für Dinge, die wichtig sind, und die nur du erledigen kannst. B-Aufgaben sind zwar auch wichtig, können aber durchaus weiterdelegiert werden. Die C-Aufgaben sind die unwichtigen Aufgaben, die aber leider den Großteil der Arbeit ausmachen. Wenn du es jetzt noch hinkriegst, die Aufgaben ausgewogen zu erledigen, dann ist ein großer Schritt im Zeitmanagement getan. Sollte dein Kind in der Prüfungsphase krank werden und die sorgfältig geplante Struktur dahin sein, lässt sich auch mit den Professoren gut darüber reden. Meist gibt es Wege und Sonderregelungen für Studenten mit Kind.

Karriere mit Kind

Ist das Studium geschafft, macht man sich bereits Gedanken um die Karriere. Viele junge Studentinnen und Studenten sträuben sich davor, während ihres Studiums ein Kind zu bekommen, weil sie sich um ihre Karriere sorgen. Doch wie in fast jeder Situation gibt es auch hier zwei Seiten der Medaille. Denn so schwarz, wie viele ihren Berufseinstieg mit Kind sehen, ist die Lage gar nicht. Viele Chefs bewundern es sogar, wenn man eine Doppelbelastung wie Studium und Kind gemeistert hat. Das zeigt, dass du stressresistent bist und Durchhaltevermögen hast. Da kann ein Chef es auch schon mal verkraften, wenn du zu Hause bleibst, weil dein Kind krank ist. Wichtig ist, dass du im Vorstellungsgespräch ehrlich bist, was dein Kind angeht.

Durchatmen

Eine Schwangerschaft verändert alles. Werdende Mamas lernen auf wunderbarste und schrecklichste Weise die Macht der Hormone kennen und die Bald-Papas versuchen, alles richtig zu machen. Und egal, in welcher Lebensphase man gerade ist, mit der nahenden Verantwortung lassen sich so manche Ängste und Sorgen nicht vermeiden. Bekommt man während des Studiums ein Kind, kommen diese Ängste und Sorgen wahrscheinlich verstärkt auf einen zu. Deswegen lautet der wichtigste Tipp: Durchatmen und die Freude auf das Kind nicht vergessen 🙂

Autorin: Svenja

Geschrieben von

Alexandra Quant

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