Die 6 schlimmsten Karrierekiller für Berufseinsteiger

Ob die intriganten Kollegen, der inkompetente Vorgesetzte oder schlicht und einfach das ungerechte Schicksal – wenn die eigene Karriere ins Stottern gerät, dann sind die Schuldigen oft schnell gefunden. In Wahrheit sind es aber nur selten diese unbeeinflussbaren und diffusen Mächte, die wir als „die Anderen“ bezeichnen, die uns auf dem Weg nach oben stolpern lassen, sondern wir selbst – gerade als blutige Jobanfänger. Ob Überheblichkeit oder falsche Bescheidenheit, Beratungsresistenz oder Undankbarkeit – fachliche Kompetenzen sind nicht alles, man muss sich auch an bestimmte Spielregeln halten, wenn man vorankommen möchte. Heute im Blog schauen wir uns daher mal an, vor welchen selbstverschuldeten Karrierekillern wir besonders auf der Hut sein müssen.

1. Körperhaltung

Wer ständig eine Fresse zieht, als hätte er in seiner Süßigkeitenschublade nur brüchige Gelee-Bananen gefunden, und permanent motzend und mit hängenden Schultern durch die Flure schlurft, der muss sich nicht wundern, wenn er vom restlichen Team nicht gerade als engagierter und motivierter Mitarbeiter wahrgenommen wird, dem man bedenkenlos eine höhere Position zutraut. Es muss nicht jeden Tag die Sonne scheinen, und niemand erwartet von dir eine 24-Stunden-Herzlichkeit, trotzdem sollte eine etwaige schlechte Laune nicht unbedingt offen zur Schau getragen werden. Vor allem dann nicht, wenn eine Grundgrummeligkeit dein ständiger Begleiter ist.

Angry young woman

Auch Einzelkämpfer, die sich ständig vom Rest der Belegschaft abschotten und denen kein Lächeln zu entlocken ist, befördern sich häufig ins Abseits. Lieber schnell den Büroknigge aneignen und die Mittagspause, wenn es dem Umgang miteinander im Unternehmen entspricht, auch mal mit den Kollegen verbringen.

2. Leere Versprechungen machen

Du kannst gar kein Swahili sprechen? Dann behaupte das auch nicht in deiner Bewerbung! Kaum etwas wirft im Job ein schlechteres Licht auf dich als Unehrlichkeit. Dazu gehört auch, dir nicht zu viel aufzubürden, nur weil du besonders engagiert wirken möchtest.

„Keine falschen Versprechungen machen und sich nicht zu viel aufbürden“
Wenn du Aufgaben hamsterst, dann aber völlig überfordert bist und letztlich keine davon wirklich zufriedenstellend erledigst, ist niemandem damit geholfen.

3. Aus der Verantwortung stehlen

Jeder macht mal Fehler, kein Grund also, direkt in Panik auszubrechen, sofern sie sich nicht auffallend häufen oder permanent wiederholen. Wichtig ist, wie du mit diesen Fehlern umgehst. Wir können nur dringend raten, dafür einzustehen, wenn irgendetwas auf deine Kippe geht, und dich dafür zu entschuldigen. Wenn du irgendeinen Fehltritt aus Angst vor den Konsequenzen unter den Teppich kehrst, zieht das schlimmstenfalls einen noch viel größeren Schaden nach sich – und kann dein Ende in diesem Job bedeuten.

Man holding cardboard

4. Überheblichkeit

Es ist ja schön, dass du bestimmte Dinge wirklich gut kannst, aber das solltest du nicht jedem unter die Nase reiben. Lass deine Talente nicht zu hell strahlen, besonders dann nicht, wenn dadurch die Kollegen oder gar der Chef im schattigen Dunkel landen.

„Überheblichkeit ist genauso unangebracht wie falsche Bescheidenheit“
Gerade als Berufseinsteiger solltest du die Füße still halten. Ganz Geschickte verpacken ihre brillanten Ideen so, dass sie sie in einer angeblichen Frage um Rat an den Chef verpacken. Falsche Bescheidenheit ist aber genauso unangebracht wie Überheblichkeit.

5. Beratungsresistenz

Machen wir uns nichts vor: Nicht jeder Kollegen-Ratschlag ist auch wirklich gut gemeint. Aber doch die meisten. Und du brichst dir keinen Zacken aus der Krone, wenn du diese Ratschläge beherzigst und Hilfe annimmst. Geradem wenn der Rat von einem erfahrenen Kollegen kommt, solltest du ihn nicht ignorieren. Denn auch wenn du die personifizierte Fachkompetenz bist, reichen die eigenen Fähigkeiten oft nicht aus, um ein bestimmtes Projekt erfolgreich zum Abschluss zu bringen.

6. Too much Information

Im Büro passiert es nicht selten, dass Kollegen zu Freunden werden. Da ist auch nichts Verwerfliches dran. Allerdings solltest du trotzdem darauf achten, nicht zu offen über dein Privatleben zu reden. Eine abgefahrene Anekdote vom letzten Wochenende beschert dir vielleicht kurzzeitig erhöhte Aufmerksamkeit, raubt dir aber auch die Aura des Mysteriösen.

Auch Diskretion wird geschätzt, gerade bei Führungspersönlichkeiten. Plaudere also nicht ungefiltert alles heraus, was dir per Flurfunkt zugeflogen ist, und halte dich auch mit Lästereien zurück. Ganz besonders die Lästereien über den Chef sind ein Karrierekiller, wenn sie ans Licht kommen.

Whisper Words

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Geschrieben von

Björn Remiszewski

2 Kommentare

Kommentar hinterlassen
  • Sehr schöner Beitrag, vorallem den Punkt mit der Überheblichkeit gegenüber Vorgesetzten/Kollegen halte ich für sehr wichtig und in diesem Zusammehang auch zu seinen eigenen Fehlern zu stehen.

    Man muss sich ja nicht selbst abwerten aber übertrumpft wird wohl niemand gerne und schon gar nicht von dem/der „neuen“ 🙂

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