Lass dich doch ma‘ wieder bei uns blicken, min Jong!

Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät? Soll das heißen, ja ihr Leut‘, mit Uni ist Schluss für heut. Und für morgen. Und übermorgen. Was tun, wenn Zeit für Familie und Freizeit plötzlich knapp wird?

Manchmal kommen einem fünf Jahre vor wie fünf Sekunden. Augen auf: Die erste Vorlesung in der Uni, fremde Mitstudenten, unbenutzte Bücher und gaaanz viel Motivation. Im nächsten Moment schließt man die Augen, öffnet sie wieder und: ZACK! BOOM! BANG! „Hier ist Ihr Zeugnis. Herzlichen Glückwunsch und auf Nimmerwiedersehen. Adieu, schöne Unizeit. Lebe wohl, geliebte Freizeit!“ „Nein, man, ich will noch nicht gehen. Ich will noch ein bisschen studieren.“ Es ist aber auch ein Teufelskreis. Während des Studiums nimmt man sich so viel vor. Die Welt sehen, Freunde besuchen, das Leben genießen. Dank der überirdischen Mietpreise (und vielleicht auch wegen den vielen Partys) werden die Pläne ganz schnell wieder über den Haufen geworfen. Meistens hat man nur Geld für einmal Freizeitpark in den Semesterferien. Die Tragik der Geschichte: Arbeitet man dann erstmal, stapeln sich die Scheine auf dem Konto und man hat keine Zeit mehr, all das schöne Geld unters Volk zu bringen. Kein Wunder, dass die Wirtschaft darunter leidet.

So many things to do, so little time

Plötzlich sitzt man acht Stunden am Tag auf der Arbeit und die To-Do-Liste im Kopf wird immer länger. Einkaufen, Sport machen, vegan ernähren, alternative Clubs besuchen, Bart wachsen lassen. Freunde fühlen sich vernachlässigt, die Omi jammert. Der letzte Besuch ist auch schon wieder so lange her. Aber wo zum Teufel soll man das noch zwischenquetschen? Den Yoga-Kurs kann man dafür auf keinen Fall sausen lassen. Der perfekte Tag müsste daher entweder a) mehr als 24 Stunden haben, b) ein sich ständig wiederholender Samstag oder c) ein Urlaubstag sein. Da weder 356 Urlaubstage, noch ein Tag, der mehr als 24 Stunden hat, zur Debatte stehen, muss man die Sache eben selbst in die Hand nehmen und sich die zur Verfügung stehende Zeit bestmöglich einteilen.

Feierabend ist Feierabend ist Feierabend

Im Zug auf dem Nachhauseweg, abends auf der Couch, in der Hotellobby im Kurzurlaub. Die Internetverbindung ist schnell hergestellt und ehe man sich versieht, ist man drin in der Mail-App und hat 148 unbeantwortete Mails von Kunden oder dem Chef auf dem Display. Am liebsten würde man sich die Hand vor die Augen halten, die App wieder schließen und so tun, als hätte man es nicht gesehen. Dann mach’s doch. Und was ist mit dem schlechten Gewissen? Pff. Du hast ein Anrecht auf Freizeit und die bricht genau acht Stunden nach Arbeitsbeginn an. Also: Handy aus und den Feierabend genießen, dann kann sich dein Partner auch nicht darüber beschweren, dass du die Arbeit ständig mit nach Hause nimmst.

Ene, mene, muh und raus bist du

Zeitkiller und unnützes Zeug gehen gar nicht und sollten so schnell es geht aus deinem Leben verschwinden, denn du hast nichts zu verschenken. Am wenigsten Zeit. Also verabschiede dich von allen Dingen, die dich aufhalten und dir eigentlich gar keinen Spaß machen. Du hast keine Lust auf Sport, aber dein dicker Hintern sagt etwas anderes? Setz dich drauf, dann hörst du ihn nicht mehr. Eine Freundin will jeden Donnerstag einen Serienabend zelebrieren und du magst weder sie, noch die Serie? Und tschüss! Das Leben kann so leicht sein.

Planung ist alles, Baby

Ach, waren das schöne Zeiten. Drei Tage Uni und vier Tage Wochenende. Zeit hatte man mehr als genug und die hat man am liebsten mit Freunden und Family verbracht. Die merken jetzt natürlich auch, dass du nicht mehr rund um die Uhr zur Verfügung stehst. Aber du kannst dich nun einmal nicht zweiteilen. Plan feste Termine und Zeiten ein, zu denen du dich verabredest. An den anderen Tagen hast du nur Zeit für dich. Oder kombiniere mehrere Sachen miteinander. Du willst nach der Arbeit unbedingt noch zum Sport, bist aber mit einem Kumpel verabredet? Dann geht doch gemeinsam joggen oder macht Selfies vorm Spiegel im Fitnessstudio 😉

Titelbild: http://sassifiable.com/stress-free-christmas/

Geschrieben von

Alexandra Quant

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Dieser Blog ist ein Bestandteil von Karista.de. Zum Impressum.