Was Käse mit deinem Zeitmanagement zu tun hat

In ein Hobby investiert man gerne seine Zeit, doch die Arbeit sollte dabei nicht zu kurz kommen. Im Gegensatz zum Studium musst du im Job mehr auf die richtige Balance achten, schließlich kannst du nicht einfach per Knopfdruck die Erde anhalten und so mehr Zeit für dein Hobby rausholen. Aber welchen Weg gibt es denn dann – oder ist jede Idee automatisch Käse?

Viertätige Live-Rollenspiel-Events mit stilechten Kostümen müssen vorbereitet werden.

Ein literarischer Bestseller schreibt sich nicht von allein.

Den Stratosphärensprung wolltest du auch noch dieses Jahr hinter dich bringen.

Alles kein Problem – wenn da nicht noch dein Job wäre.

Kann es sein, dass du manchmal zu wenig Freizeit für zu viel Hobby hast?

Es fing alles so harmlos an. Im Studium konnte man, je nach Fachbereich, Festival-Hopper sein, per Anhalter die hintersten Ecken Europas erkunden und unter Polarlichtern zelten. Die Kommilitoninnen und Kommilitonen hingen an deinen Lippen, wenn du deine Sky-Diving-Geschichten ausgepackt hast.

Heute, im Beruf, wirst du plötzlich mit festen Arbeitszeiten, Zwei-Tage-Wochenenden und ein paar mickrigen Urlaubstagen konfrontiert. Und diese wenigen, kostbaren freien Stunden sind dir dann doch zu schade, um sie für den langweiligen 1:0-Sieg über den SV Heimatdorf oder die wenigen Minuten Nervenkitzel nach dem Sprung aus dem Flieger zu verschwenden.

Es muss doch einen Weg geben, Hobby, Freizeit und Job unter einen Hut zu bekommen – oder etwa nicht?

Je mehr Käse, desto weniger Käse – und was dein Hobby damit zu tun hat

Das Käse-Paradoxon kennst du sicherlich:

Je mehr Käse, umso mehr Löcher. Je mehr Löcher, umso weniger Käse. Heißt: je mehr Käse, desto weniger Käse.

Übertragbar ist das Paradoxon auch auf die Idee, sein Hobby zum Beruf zu machen. Doch bevor du deine Kündigung jetzt einreichst und dein Hobby für den Lebensunterhalt sorgen soll, bedenke:

Je mehr Hobby, desto weniger Hobby.

Dann eine Grenze zu ziehen, wird schwer. Was ist wirklich noch Freizeit, was ist Job? Schließlich wolltest du in deiner Freizeit weg vom Job – ob das funktioniert, wenn du die Grenzen einfach verschwimmen lässt?

Gerade nach dem Berufseinstieg solltest du also noch nicht ans Ziehen der Reißleine denken. Schließlich sitzen zu Beginn nicht alle Abläufe, du bist noch nicht an den neuen Alltag gewöhnt und der Feierabend kann hier und da noch optimiert werden, wenn die Müdigkeit geht und das richtige Zeitmanagement kommt.

Wenn Privatleben und Beruf richtig eingespielt sind, dann klappt es auch besser mit dem Hobby.

Idealfälle und Niagarafälle: Karriere und Hobby schließen sich nicht aus

Viele ausgefallene Hobbys sind im Berufsleben sicher nicht mehr in vollem Umfang möglich.

Am Wochenende mal eben zu den Niagarafällen reisen? Wird eng.

Aber trotzdem müssen Wochenendausflüge nicht komplett wegfallen. Amerika wird auch während deiner Urlaubstage nicht plötzlich vom Erdboden verschwunden sein. Und gefährliche Sportarten wirst du im Zweifel auch nicht aufgeben müssen – statt wöchentlich mit dem Fallschirm aus dem Flieger zu springen, reicht auch einmal im Monat.

Ohne Kompromisse wird es kaum klappen. Doch du wirst schnell merken, dass der Ausgleich in dieser Form prima funktioniert.

Was ebenfalls eine gute Idee sein könnte: Schlag dein Hobby deinen Arbeitskollegen als Teambuilding-Maßnahme vor – beim Tough Mudder kann man seine Grenzen ausreizen und sogar den einen oder anderen Kollegen davon begeistern. Vielleicht ergibt sich sogar eine gute Gruppe für weitere Vorhaben dieser Art?

Wenn du keine Angst davor hast, in deiner Freizeit etwas kürzer zu treten, wie wäre es dann mit einem Job, der zumindest in die Richtung deines Hobbys geht?

Vielleicht ist das eine vorstellbare Variante für dich:

Deine Lieblingsbeschäftigung so mit dem Beruf verbinden, dass du immer ganz nah dran bist. Passende Jobs dafür, wie den Eventmanager oder den Fotografen, gibt es durchaus viele. So führst du dein Hobby vielleicht nicht mehr regelmäßig selbst durch, kannst deine Begeisterung trotzdem mit anderen teilen und bleibst eng am Geschehen.

So kann das Hobby schließlich doch noch zum Beruf werden.

Autor: Tim

Titelbild: Everste/Thinkstock

Geschrieben von

Alexandra Quant

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