Where you lead, I will follow – Was du von den Gilmore Girls für die eigene Karriere lernen kannst

Die Gilmore Girls zeigen nicht nur, wie beschaulich das Kleinstadtleben zwischen Kaffeeexzessen und Kürbisfesten sein kann, sondern geben auch wichtige Karrieretipps!

The Girls are back in town! Ab dem 25. November gibt es die neuen Folgen der Gilmore-Girls-Mini-Staffel „A Year in the Life” zu sehen. Unsere Redaktion hat sich gleich mal zum kostümierten Rudelgucken verabredet – Unmengen an Fastfood und Süßigkeiten inklusive! Und beim genüsslichen Schwelgen in Erinnerungen an die vergangenen Staffeln gemerkt, dass wir von Lorelai, Rory und all den anderen liebenswerten Bewohnern von Stars Hollow so einiges für die eigene Karriere lernen können.

1. Liebe, was du tust!

Ob Lorelai mit ihrem eigenen Dragonfly Inn, Sookie als Küchenchefin, Jackson Belleville mit seiner Gemüsezucht oder Miss Patty in ihrer Tanzschule – die Einwohner von Stars Hollow lieben, was sie tun! Von Stadt-Troubadour Grant bis zu Stadtrat Taylor Doose hört man niemandem über seinen Job schimpfen (naja, außer vielleicht Kirk als Riesen-Hotdog). Bekanntermaßen saß Konfuzius auch gerade in Luke’s Diner und futterte einen Burger mit Pommes, als ihm sein berühmtes Zitat in den Sinn kam: „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“

Gilmore Girls Burger

2. Probiere dich aus!

Über 50 verschiedene (und meistens ziemlich kuriose) Jobs übt Tausendsassa Kirk im Laufe der Serie aus. Er war unter anderem Hochzeitsplaner und Kammerjäger, Filmemacher und Videothekar, Hautpflegecremevertreter und Spion, Postbote und Modedesigner, Skydiver und Hundesitter, Performance Artist und Stadtfest-Minotaurus. Wer viel ausprobiert, sammelt eine Menge wichtiger Erfahrungen an, die sich in zukünftigen Jobs nur bezahlt machen können. Und Kirk hat damit sogar exakt 247.868 Dollar angehamstert – 246.867 Dollar, falls er den Donut kauft, der ihn während dieser Aussage so anlacht.

3. Sei ein Rebell!

Mit einer strengen, gläubigen und traditionsbewussten koreanischen Mutter hat Lane Kim mit Sicherheit nicht die besten Voraussetzungen, um den Rock’n’Roll zu leben. Und doch besitzt sie nicht nur eine umfangreiche Plattensammlung (versteckt unter einer losen Holzdiele), sondern gründet mit Hep Alien sogar ihre eigene Rockband. Manchmal muss man halt ein Rebell sein und sich über die Obrigkeiten hinwegsetzen, um seine Träume zu verwirklichen. Hat da jemand „Jess“ gerufen?

Jess Lederjacke Gilmore Girls

4. Nimm Hilfe an!

Lorelai und Rory sind ziemlich stolz und stur. Aber selbst sie müssen irgendwann die helfende Hand greifen, die ihnen gereicht wird, um ihre Pläne zu verwirklichen. Rory nimmt das Geld ihrer Großeltern an, um die Privatschule Chilton besuchen zu können, und Lorelai akzeptiert, dass Luke ihr die 30.000 Dollar leiht, die sie braucht, um das Gebäude für das Dragonfly Inn zu kaufen. Es schadet nie, auf eigenen Beinen stehen zu wollen, aber manchmal muss man seinen Stolz auch einfach mal herunterschlucken wie ein bitteres Stück Bananentoast.

5. Vergiss nicht, was wirklich zählt!

Karriere machen, schön und gut. Aber niemand in Stars Hollow käme auf die Idee, dafür das Wesentliche zu vernachlässigen: Filmabende auf der Couch mit Bergen von Junkfood, die Stadtfeste der eingeschworenen Gemeinde, die allmorgendliche Dosis Kaffee und Donuts bei Luke’s oder einfach glitzernder Neuschnee. Vergiss also nicht, was wirklich zählt!

Gilmore Girls Kaffee

6. Kenn deine Stärken – aber auch deine Schwächen!

Lorelai ist eine großartige Unternehmerin, keine Frage. Aber ohne Küchenfee Sookie und ihren stilbewussten Concierge Michel würde das Dragonfly Inn nur halb so gut laufen. Niemand kann in allen Disziplinen brillieren. Wer Erfolg haben will, der muss auch wissen, wo seinen eigenen Fähigkeiten Grenzen gesetzt sind. Wohin pure Selbstüberschätzung führen kann, beweist ziemlich eindrucksvoll T.J., der Mann von Lukes Schwester Liz, als er die Reparaturarbeiten an Lorelais Haus übernimmt.

7. Mach eine Pro- und Kontraliste, bevor du dich entscheidest!

Keine Entscheidung, die die Gilmore Girls fällen, ohne vorher eine Pro- und Kontraliste angelegt zu haben: Harvard oder Yale, Dean oder Jess, Burger oder Pizza? Die Vor- und Nachteile aller Möglichkeiten aufzuschreiben, ordnet das Wirrwarr im Kopf und stellt den emotionalen Aspekten ein paar ganz rationale gegenüber. Hätte Lorelai das doch bloß auch bedacht, als Chris ihr einen Heiratsantrag gemacht hat …

Pro- und Kontraliste

8. Lass dich nicht von Rückschlägen entmutigen!

Selbst einem Glückskind wie Rory gelingt nicht alles. Als sich ihr Praktikum bei der Stamford Eagle Gazette dem Ende neigt, urteilt der Besitzer der Zeitung, Rory besitze nicht den nötigen Charakter für eine Journalistin. Rory ist zuerst ziemlich niedergeschlagen, unterbricht ihr Studium und klaut aus Frust sogar eine Yacht – aber nur, um anschließend umso motivierter ihr Ziel zu verfolgen. Mit Erfolg: Am Ende von Staffel 7 verlässt sie Stars Hollow, um als Reporterin den Wahlkampf von Barack Obama zu begleiten.

9. Einfach mal springen!

Als Rory zu Recherchezwecken an einer Veranstaltung der Life and Death Brigade teilnimmt, überredet Logan sie dazu, nur mit einem Seil gesichert und einem Regenschirm in der Hand von einem meterhohen Gerüst zu springen. Nur aus Angst nicht zu springen, sei falsch, stimmt er sie um. Jeder verträgt ein kleines Abenteuer, einen Sprung ins Ungewisse. Auch eine Dummheit, etwas Verbotenes, tut zwischendurch mal gut. Man muss ja nicht gleich wie Rory zur Bootsdiebin werden.

10. Nimm dir Emily und Richard zum Vorbild!

Gut, vielleicht nicht in jeder Hinsicht (in Sachen Kindererziehung sucht man sich vielleicht lieber andere Vorbilder). Aber unbestreitbar ist, dass Lorelais Eltern es geschafft haben, Karriere und eine größtenteils harmonische Ehe unter einen Hut zu bringen. Emily zeigt, wie wichtig es ist, sein persönliches Netzwerk zu pflegen – und auch mal gute Miene zu lästerhaften Gedanken zu machen. Richard ist ein Vorzeige-Geschäftsmann mit hoher Arbeitsmoral und dem nötigen Durchsetzungsvermögen – und sogar klug genug, beruflich etwas kürzer zu treten, als sein Job allmählich auf seine Gesundheit geht. Daher noch eine Moral dieser Geschicht‘: Überarbeite dich nicht!

P.S.: Du stehst mehr auf Zombies? Dann sieh dir an, welche Karrieretipps The Walking Dead für dich bereithält!

Bildquellen:
Titelbild: Alexey Yuzhakov / Shutterstock
Lederjacke: Mindscape studio / Shutterstock
Burger: marysckin / Shutterstock
Pro&Contra: pathdoc / Shutterstock
Kaffee: sunfe / Shutterstock.com

Geschrieben von

Björn Remiszewski

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