Feelgood Manager – Job oder Spaßveranstaltung?

Eine Runde Kicker vor der Mittagspause? Süßigkeitenparty in der Küche? Und gemeinsames Brainstormen bei ausgiebigem Frühstück? Sowas gibt’s doch nur in Start-Ups. Falsch gedacht! Mittlerweile haben auch die großen Player erkannt wie wichtig es ist, die Stimmung im Büro am Laufen zu halten. Frei nach dem Motto einer guten Party: „Wo die Musik gut ist, da wird auch bis in die frühen Morgenstunden getanzt“, sorgt der Feelgood Manager dafür, dass die Mitarbeiter den Spaß an der Arbeit nicht verlieren.

Allround-Talent

Also sind Feelgood Manager die Partyhasen im Büro? Die, die den richtigen Radiosender einstellen und dafür sorgen, dass genügend Drinks im Haus sind? Vielmehr sind Feelgood Manager Motivationsgenies. Sie bringen Partymuffel wieder auf die Tanzfläche und fördern ihre individuellen Tanz-Moves. Doch dabei ist der Job als Feelgood Manager keineswegs eine reine Spaßveranstaltung, umgeben von Clown-Kostümen und guter Musik.

Betrachten wir einen Mitarbeiter mal aus unternehmerischer Sicht, so spielt besonders für Absolventen nicht gleich das große Geld eine wichtige Rolle. Wertschätzung, Sinnhaftigkeit und die Möglichkeit, sich aus der Masse herauszuheben sind ihnen und den meisten anderen Mitarbeitern viel wichtiger. Was bringen mir schließlich gute Drinks und coole Beats, wenn ich Niemanden habe, dem ich meine Tanz-Einlage zeigen kann? 😉

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Feelgood Manager vereinen also viele Stellen in einer Person. Sie sind Motivationscoach, Organisator, Event-Manager und Unternehmenskultur-Beauftragter. Ihr Ziel: Mitarbeiter binden, Lösungen finden und eine gute Arbeitsatmosphäre schaffen. Dabei übernehmen sie auch Aufgaben wie die Wohnungssuche für Mitarbeiter aus dem Ausland, Behördengänge oder Bankgeschäfte. Sie können aber auch gut zuhören und somit einen Feedbackkanal schaffen und Themen dort positionieren, wo sie sonst nicht hingelangen.

We are Family!

Eine kleine Truppe von 20 Leuten zusammenzuhalten ist kein Problem, doch was ist, wenn das Unternehmen wächst? Feste Strukturen und unbekannte Gesichter auf den Fluren sorgen leider oft dafür, dass der Spirit im Unternehmen verloren geht. Aus einem „Guten Morgen“ wird ein „Morgen“ und wenn man Glück hat, kann man sich den Namen eines neuen Mitarbeiters bis zum nächsten Kaffee merken. Wo bleibt denn da der Spaß?

Feelgood Manager können noch so viel mehr sein. Sie halten das Team zusammen und schaffen die perfekten Arbeitsbedingungen, um jeden Mitarbeiter auf seine ganz eigene Art und Weise glücklich zu machen. Ob Ruheräume, Sportangebote oder flexible Arbeitszeiten, die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Immer nach dem Motto „Glückliche Mitarbeiter sind gute Mitarbeiter.“ Und wer genauso auf der Arbeit wie auch zu Hause ist, der hat sicher auch kein Problem damit, mal eine Überstunde einzulegen. Am Ende des Tages zählt es zwar, was der Mitarbeiter für eine Leistung erbracht hat, doch wenn zwischen zwei Tanzpartnern die Chemie nicht stimmt, gehen beide von Anfang an unmotiviert in ihr Tanzturnier und können am Ende des Tages nur verlieren.

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„Die haben einen Feelgood Manager, da möchte ich auch arbeiten!“

Darüber hinaus kann ein Feelgood Manager auch als „geheime Unternehmenswaffe“ dienen, wenn es in den Kampf um neue Fach- und Führungskräfte geht. Immer häufiger stehen für junge Absolventen andere Faktoren für ihren Job im Vordergrund als das große Geld. Beim Feelgood Management geht es in erster Linie um das Thema Employer Branding. Unternehmen, die die Besten der Besten abgreifen wollen, müssen natürlich auch eine tolle Außenwirkung haben. Wie das funktioniert? Indem sie intern damit anfangen. Denn im Grunde sind es die Mitarbeiter selbst, die die frohe Botschaft nach Außen tragen.

Trotz allem ist der Beruf des Feelgood Managers auch mit Vorsicht zu genießen. Es geht nicht nur darum, die Mitarbeiter auf der Arbeit zu bespaßen, schließlich hat nicht jeder Mitarbeiter ständig Zeit, nach der Arbeit noch ein Bierchen zu trinken. Das Feelgood Management muss einen Weg finden, alle Mitarbeiter glücklich zu machen und an das Unternehmen zu binden. Ein Job, der neben einem lustigen Wesen, vor allem ein Gespür für Menschen fordert.

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Geschrieben von

Karista

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