Direkteinstieg, Volo oder Trainee – warum dein Berufseinstieg zur Entscheidungsfrage wird

Uniabschluss in der Tasche und dann sofort eine Festanstellung im Traumjob – so sehen viele Absolventen den perfekten Einstieg in die Arbeitswelt. Endlich keine Klausuren, Hausarbeiten und Studentenjobs mehr. Dafür aber ein spannender Vollzeit-Beruf.

Aber ist ein Direkteinstieg wirklich immer der beste Weg in den Job? Und welche Alternativen dazu gibt es überhaupt? Welche Möglichkeiten dir zur Verfügung stehen und was der beste Berufseinstieg für dich ist, erfährst du heute bei uns im Blog.

Ohne Umschweife zum Ziel: Der Direkteinstieg

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Nach dem Studium peilen die meisten Studenten immer noch einen Direkteinstieg in ihren Traumjob an. Der Vorteil hierbei ist, dass man auch als Berufsanfänger sofort ins Tagesgeschäft integriert wird und an Projekten mitwirken kann.

Natürlich wirst du eingearbeitet und nicht sofort mit deinen Aufgaben allein gelassen – die Eingewöhnungszeit ist allerdings deutlich kürzer als bei einem Trainee oder Volontariat. Du übernimmst schon früh Verantwortung für deine Firma, dafür erhältst du aber auch mehr Geld als Trainees oder Volontäre und unterschreibst vielleicht sogar einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Ein Direkteinstieg hat also den Vorteil, dass du in der Regel sofort an wichtigen Projekten mitarbeiten darfst und dir dafür entsprechend mehr Gehalt zusteht. Im Gegenzug bist du aber auch an deine Abteilung gebunden und kannst nicht in andere Bereich reinschnuppern.

Die firmenspezifische Ausbildung: Das Trainee-Programm

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Was im Versicherungswesen schon länger gang und gäbe ist, scheint in anderen Bereichen noch eher ungewöhnlich zu sein: Das Trainee-Programm.

Als Trainee wirst du, je nach Unternehmen, in einem Zeitraum von 12 bis 24 Monaten intensiv in dein Aufgabenfeld eingearbeitet. Du lernst nicht nur deine eigene Abteilung kennen, sondern erhältst auch einen Einblick in andere Bereiche und nimmst an Schulungen und Workshops teil.

Ein Traineeship bereitet dich in der Regel auf eine Führungsposition vor oder bildet dich als Spezialisten in einem ganz bestimmten Bereich aus. Meistens bewirbst du dich auf eine Traineestelle in einer Abteilung, zum Beispiel als Trainee im Marketing.

Generell werden Trainee-Programme in wirtschaftlichen Unternehmen durchgeführt. Wenn du also zum Beispiel ein BWL-Studium absolviert hast, stehen deine Chancen gut, in ein Förderungsprogramm aufgenommen zu werden.

Im Gegensatz zum Direkteinstieg erhältst du als Trainee erst einmal einen befristeten Arbeitsvertrag über die Dauer des Traineeships. Das Gehalt fällt demnach auch etwas niedriger aus, da du dich noch in der Ausbildung befindest. Aber kein Grund zur Sorge: Die Position, auf die du während des Programms vorbereitet wirst, ist mit Sicherheit besser bezahlt.

Volontariat: Das Traineeship für Geisteswissenschaftler

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Ein Volontariat hat sehr viel Ähnlichkeit mit einem Traineeship: Das Programm dauert ein bis zwei Jahre, der Arbeitsvertrag ist über diese Zeit befristet und das Gehalt fällt etwas geringer aus als bei einem Direkteinstieg.

Ein wesentlicher Unterschied besteht allerdings in den Berufszweigen, in denen Volontariate und Traineeships angeboten werden. Während im journalistischen Bereich das Volo der übliche Einstieg in den Job ist, sind in der Wirtschaftsbranche eher Trainee-Programme gefragt.

In vielen Redaktionen hast du als Berufseinsteiger ohne Volontariat keine Chancen auf einen Job. Das Volo ist für einen jungen Redakteur also oft die einzige Möglichkeit in der Branche Fuß zu fassen.

Egal ob Fernsehen, Zeitung oder Radio – als Volontär hast du die Gelegenheit, deinen Beruf richtig kennenzulernen. Du durchläufst verschiedene Ressorts, bist also mal in der Nachrichtenrubrik tätig sowie beispielsweise im Wirtschafts- oder Sportbereich.

Im Medienbereich sind Festanstellungen sehr selten, deshalb ist ein Volontariat noch lange keine Garantie für ein unbefristetes Jobangebot. Deine Chancen erhöhen sich mit einem abgeschlossenen Volo aber deutlich.

Und was passt jetzt besser zu mir?

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Butter bei die Fische: Direkteinstieg, Trainee oder Volo – für was sollte ich mich entscheiden?

Das lässt sich per se nicht sagen.

Generell sind Traineeships eher für Absolventen zu empfehlen, die ihr Unternehmen von der Pieke auf kennenlernen wollen. Als Trainee arbeitest du zwar meistens in einer bestimmten Abteilung, schaust aber in alle Bereiche deines Unternehmen mal rein. Nach einem Traineeship bist du als Absolvent bestmöglich auf deinen späteren Job vorbereitet, der wegen deiner firmenspezifischen Kenntnisse häufig in der Führungsebene ist.

Ähnlich ist es bei einem Volontariat, allerdings sind diese eher für angehende Journalisten geeignet und in vielen Bereichen der Medienbranche obligatorisch.

Wenn du direkt in ein Unternehmen einsteigst, wirst du schon früh mit eigenen, verantwortungsvollen Aufgaben vertraut gemacht, die einem Trainee oder Volontär erst nach ihrer Einarbeitungszeit zugeteilt werden. Nach einem Direkteinstieg bekommst du außerdem gewöhnlich mehr Lohn, hast aber leider nicht die Möglichkeit, deine Schnupperzeit in den anderen Abteilungen des Unternehmens zu nutzen.

Direkteinstieg, Traineeship oder Volo: Du merkst schon, es ist schwierig sich auf den richtigen Berufseinstieg festzulegen. Letztendlich hängt die Entscheidung davon ab, was du studiert hast, in welchem Beruf du später arbeiten möchtest und wie du dir den perfekten Einstieg vorstellst.

Autorin: Judith

Titelbild: Thinkstock|pertusinas

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Geschrieben von

Alexandra Quant

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