Don’t Screw the Crew – Dating unter Arbeitskollegen

Manchmal geht alles schneller als geplant: Was mit lockeren Gesprächen in der Mittagspause beginnt, entwickelt sich zum regen Austausch über alles mögliche per Whatsapp. Plötzlich stellt sich heraus, dass man mit dem attraktiven Kollegen aus der anderen Abteilung doch mehr gemeinsam hat, als man denkt. Und zack – findet man sich auf einem Date wieder, obwohl man sich eigentlich fest vorgenommen hatte, Arbeit und Privatleben nicht zu vermischen. Hoppla, das war wohl nix. Bei mir zumindest hat das Herz dem Kopf schnell das Denken abgenommen und ich habe so manche Prinzipien zum Thema Liebe am Arbeitsplatz über Bord geworfen. Warum das gut sein kann und wie ihr am besten mit dem Dating unter Arbeitskollegen umgeht, verrate ich euch im ersten Teil dieser dreiteiligen Serie.

„Lust auf’n Kaffee?“

Mal ehrlich, wer hat nicht schon mal auf der Arbeit geflirtet? Da wir den Großteil unserer Zeit mit Arbeiten verbringen, ist es wenig überraschend, dass an der einen oder anderen Stelle auch mal die Funken sprühen. In unserem Unternehmen haben sich sogar gleich drei Pärchen gefunden – bei knapp über 50 Mitarbeitern schon eine gute Quote ;-). Am Anfang ist alles easy: zwanglose Treffen, bei denen man sich näher kennenlernt und feststellt, ob man auch das Gleiche will. Bis hierhin unterscheidet es sich kaum vom typischen Dating-Verhalten. Als ich mich auf einem ersten Date mit einem Kollegen wiederfand – von dem ich witzigerweise nicht wusste, dass es ein Date sein sollte, da ich von einem chilligen Abend unter Arbeitskollegen ausging – sind allerdings beim Gedanken an den gemeinsamen Büroalltag direkt meine Alarmglocken angesprungen. Ist es klug, Arbeit und Privatleben zu mischen? Wie wirkt sich das auf die Arbeit aus? Was ist, wenn es nicht klappt? Das sind die Fragen, die mich zunächst beschäftigten und die wohl auch bei den meisten Leuten Bedenken auslösen.

Mein Tipp: Direkt von Anfang an die Fronten klären. Ich liebe diese Floskeln, denn sie klingt so nach strategischer Kriegsführung – und im Endeffekt ist es nichts anderes, auch wenn das jetzt wenig romantisch klingt 😉 . Egal ob Arbeitskollegen oder nicht, es ist immer wichtig, sich einig zu sein, in welche Richtung sich eine Beziehung entwickelen soll. Aber gerade, wenn man sich im Büro über den Weg läuft, sollte klar sein, wie man sich verhält. Schließlich ist der Arbeitsplatz kein angebrachter Ort für Drama.

liebe-im-buero

„Bei denen geht doch was“

Nach den ersten Treffen und klärenden Gesprächen (à la „Wie soll es jetzt weitergehen?“) haben mein Partner und ich uns dazu entschieden, erst mal alles für uns zu behalten und im Büro nicht an die große Glocke zu hängen. Bei mittelständischen Unternehmen, in denen jeder jeden kennt und tagtäglich sieht, ist das gar nicht so einfach, kann ich euch sagen. Auch wenn wir sehr diskret waren, haben wir die Rechnung ohne den Flurfunk gemacht – der ist nämlich ebenso wenig aus vielen Firmen wegzudenken, wie die Beziehungen am Arbeitsplatz. Egal wie gut man sich anstellt, irgendwer fängt immer an zu tuscheln und zu mutmaßen und daraus kann sich schnell ein Lauffeuer entwickeln.

Mein Tipp: Sobald sich beide einig sind, wie mit der Situation umgegangen wird, sprich, ob sich tatsächlich eine ernsthafte Beziehung entwickeln könnte, sollte das auch unter den Arbeitskollegen kommuniziert werden. Durch Offenheit und Direktheit nimmt man der Situation nämlich jegliches Skandalpotential und kann dem Getuschel zwischen den Abteilungen zuvorkommen… 😉

 

Bildquellen:

Titelbild: Glenn Carstens-Peters/unsplash.com

Liebe im Büro: Nathan Walker/unspalsh.com

Geschrieben von

Virginia Kalla

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