Breaking Bad beim Berufseinstieg: 5 Karrieretipps von Walter White

Okay, eine Karriere vom Lehrer über Meth-Koch bis hin zum Drogenboss ist nichts, was wir dir empfehlen möchten. Breaking Bad-Fans sind nun aber schon seit über zwei Jahren auf Entzug und auf Ersatzdrogen in Form von anderen Serien (wie z.B. House of Cards oder Game of Thrones, die auch beide tolle Karrieretipps beinhaltet) angewiesen. Trotz seiner krassen Verwandlung zum fiesen Drogenbaron hat Walter White (gespielt von Bryan Cranston) sich einen festen Platz in unseren Herzen erobert, weshalb wir ihm nach viel zu langer Abstinenz mal wieder huldigen wollen…

Was Walters Geschichte mit deinem Berufseinstieg zu tun hat?

So einiges. Denn abgesehen von der Gewalt kann fast alles, was in Breaking Bad vor sich geht, auch aufs normale Berufsleben übertragen werden. Denkt man vor allem an die ersten Staffeln, kann Walter White sogar als Vorbild für Berufseinsteiger fungieren – nach seiner beruflichen ‚Umschulung‘ war er schließlich wesentlich erfolgreicher als vorher.

Damit auch du solche Erfolge feiern kannst, haben wir die 5 besten Tipps für den Berufseinstieg herausgefiltert, die Breaking Bad uns mehr oder weniger unterschwellig vermittelt:

1. Blicke über den Tellerrand

Die Uni hast du abgeschlossen, die Praktika absolviert: Mit deinem Status Quo an Bildung und Praxiserfahrung suchst du jetzt den dazu passenden Beruf. Doch was ist, wenn deine Bewerbungen unbeantwortet bleiben, weil sich auf denselben Job 100 Absolventen mit den gleichen Qualifikationen beworben haben? Oder du kriegst den Job, aber das Gehalt entspricht nicht annähernd dem, was du dir vorgestellt hast und zum (Über-)Leben brauchst.

Mach’s wie Walter White und besinne dich auf deine Kenntnisse. Er hat als Chemiestudent sicherlich nicht übers Meth-Kochen nachgedacht, und trotzdem wird er in dieser Branche zum Überflieger. Ebenso kann eine Biologieabsolventin eine spannende Stelle in einer Zeitungsredaktion finden oder ein Gemanistikstudent nach der Uni große Karriere im Marketing machen.

Wenn der Berufseinstieg nicht so richtig klappen will, sollte man den Suchhorizont erweitern.

2. Sei streng zu dir selbst

Mit Sachverstand, Sorgfalt, Ehrgeiz und einem extrem hohen Anspruch an sich selbst hat Walter White aka Heisenberg sich vom ahnungslosen Anfänger zum King of Crystal in Albuquerque hochgearbeitet. Im Gegensatz zu Jesse gibt Walter sich niemals mit einem Produkt zufrieden, das ein Mindestmaß an Reinheit unterschreitet.

Diese Einstellung solltest du dir auch aneignen, sowohl in Bezug auf deine spätere Arbeit als auch schon bei deinen Bewerbungen. Wer bei der Jobsuche 40 Bewerbungen in einer Woche verschickt, wird wesentlich weniger Herzblut in jede einzelne davon investieren als jemand, der zwei Wochen an einer einzigen sitzt. Die Mühe, die drinsteckt, sehen auch Personalmanager. Rechtschreibfehler, falsche Ansprechpartner und schlechte Formatierung sorgen dafür, dass deine Bewerbung schnell auf dem Absage-Stapel landet und du nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst.

Qualität setzt sich durch, also sei bei Bewerbungen extra gründlich.

3. Such dir die richtigen Partner

In der Uni haben wir im Idealfall immer mit den Leuten Gruppenarbeiten erledigt, die wir mochten. Im Berufsleben kannst du dir aber eher selten aussuchen, mit wem du zusammenarbeitest – dabei kann es sich gerade für Berufseinsteiger lohnen, mit Kollegen zusammenzuarbeiten, die eher nicht in ihrem eigenen Freundeskreis zu finden wären. Von Leuten, die ganz andere Voraussetzungen und Interessen haben als man selbst, kann man nämlich besonders viel lernen.

Deshalb hat Walter White sich für seinen Start ins Drogenbusiness auch keinen Chemielehrer als Partner ausgesucht, sondern jemanden mit Erfahrungen ganz anderer Art. Jesse Pinkman hat ihm Kontakte zu Dealern ermöglicht, bereitwillig bei der Meth-Herstellung geholfen und ist so zum perfekten Geschäftspartner für Walter geworden. Ebenso kannst du auch vom Azubi, der Aushilfe im Seniorenalter oder einem Kollegen aus der Buchhaltung Dinge lernen, die dir den Berufseinstieg oder auch die spätere Karriere erleichtern.

Es lohnt sich sehr, von möglichst vielen verschiedenen Menschen zu lernen.

4. Mach dich unverzichtbar

Bei diesem Tipp handelt es sich um einen längerfristigen Plan, den du aber schon vom Berufseinstieg an verfolgen kannst. Für die Herstellung und den Vertrieb des besonders reinen Crystal Meth ist Walter White essentiell. Er hat das nötige Wissen, um die Droge chemisch herzustellen und entwickelt sich im Laufe der Kultserie zum Geschäftsmann, der – im wahrsten Sinne des Wortes – über Leichen geht.

Unsere Empfehlung ist nun nicht, dass du deinen Kollegen gegenüber so skrupellos sein sollst wie Walter zu eigentlich allen in seinem Umfeld, sogar zu seiner Frau Skyler. Stattdessen ist es ratsam, sich nach der Einarbeitung direkt zum Experten auf einem bestimmten Gebiet zu machen. Sobald du eigenständig arbeiten kannst, solltest du also versuchen, ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen bzw. den Bereich zu finden, in dem du mehr Kompetenzen hast als deine Kollegen. Wenn du deine Sache gut machst, kann dein Arbeitgeber langfristig gar nicht auf dich verzichten, was übrigens auch eine super Basis für Gehaltsverhandlungen ist.

Setze deine individuellen Kompetenzen ein und werde zum Experten.

5. Sei die Gefahr

Auch hier gilt: Bitte nicht wörtlich nehmen! Du sollst niemanden in Angst und Schrecken versetzen oder bedrohen. Im ganz übertragenen Sinne ist dieser Tipp eher so gemeint, dass du weder beim Berufseinstig noch im Laufe deiner Karriere passiv darauf warten sollst, dass dir Aufgaben und Verantwortung zufliegen (oder bei dir anklopfen). Im Gegenteil – klopf lieber selbst bei deinen Vorgesetzten an, erzähle von deinen Zielen und bitte um Aufgaben.

Um beim Beispiel Walter White zu bleiben: Er wartet nicht auf den Angriff durch seine Widersacher, sondern plant voraus und geht taktisch vor. Und genau das solltest du auch tun.

Warte nicht auf Anweisungen, sondern biete deine Arbeit offensiv an.

Wir wünschen dir viel Erfolg!

Titelbildquelle: Art of Life / Shutterstock

Geschrieben von

Leonie Feibig

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