Gib Quokka-Selfies keine Chance! – 10 Tipps für die Arbeit von zu Hause aus

„Home sweet home!“, das denken wir uns doch alle morgens, wenn wir auf dem Weg zur Arbeit sind. Wir quetschen uns müde in überfüllte Bahnen und auf popowarme Sitzplätze. Wer sich dagegen den Luxus gönnt, mit dem Auto zu fahren, muss im morgendlichen Verkehr Staus, Drängler und und Hupkonzerte einplanen. Wer hat sich da nicht schon einmal gewünscht, einfach von zu Hause aus arbeiten zu können? Wie man sich im Home Office strukturiert, verraten dir unsere 10 Tipps für die Arbeit von zu Hause aus.

Denn wenn du denkst, du könntest jetzt in Plüschpuschen am heimischen Schreibtisch eine ruhige Kugel schieben, dann irrst du ich gewaltig. Um von zu Hause aus einen guten Job zu erledigen, braucht man nämlich eiserne Disziplin und einen klaren Plan, um den hinterhältigen Schlendrian zu vertreiben.

1. Mit dem Laptop auf die Couch? Vergiss es!

Zuerst einmal solltest du dir einen ordentlichen Arbeitsplatz suchen. Am besten richtest du dir dafür gleich ein separates Arbeitszimmer ein, in dem es nur um deine Arbeit und um nichts anderes geht. Privates und Job solltest du auch bei der Arbeit von zu Hause aus klar trennen, denk also nicht daran, dich mit deinem Laptop einfach auf die Couch zu mümmeln.

2. Wohlfühloase – Aber in Maßen

Hast du dir einen abgetrennten Arbeitsbereich geschaffen, dann darf der natürlich ein bisschen mehr Charme haben als die graue Wabe eines Großraumbüros. Du wirst hier schließlich eine Menge Zeit verbringen, daher solltest du dich auch wohlfühlen. Gestalte deinen Arbeitsbereich also ruhig ein bisschen wohnlicher, suche dir angenehme Farben für die Wände und ein paar freundlich zwinkernde Blumen aus. Aber übertreib’s nicht und vermeide alles Hektische: Die knallrote Tapete und das überdimensionale Superheldenposter gehören eher in deinen Hobbykeller.

3. Spaß beiseite

Vergiss vor allem nicht, dass der Raum dein ARBEITSbereich ist und nicht dein Spielzimmer. Klar ist es verlockend, so süße Versuchungen wie einen Fernseher, Zeitschriften oder die Playstation in der Nähe zu haben. Aber im Home Office hat solcher Kram nichts verloren. Die ganz Strengen erteilen auch ihrem privaten Handy Zimmerverbot. Mit dem Internet ist das allerdings so eine Sache, denn für die Heimarbeit brauchst du fast immer den Onlinezugang. Hier hilft dir nur eiserne Disziplin. Auch wenn du nur mal eben kurz über die 20 süßesten Quokka-Selfies oder herzerweichende Hundwelpen quieken möchtest, haut dich das nämlich sofort aus deiner Konzentration heraus.

4. Klare Pausen, klarer Zeitplan

Sein eigener Herr sein, die Zeit frei einteilen, Pausen, wann immer man will – not!!! Es ist ganz wichtig, dass du dich genauso strukturierst, wie du es auf der Arbeit auch tun würdest. Heißt: Du brauchst einen klaren Plan, wann du anfängst, wann du Feierabend machst und wann du eine Pause einlegst. Und Pause heißt dann auch Pause und Arbeit heißt Arbeit. Das eine hat im anderen nix verloren. Also nochmal: Quokka-Selfies in der Pause oder nach Feierabend, Excel in der Arbeitszeit!

5. Ein bisschen Motivation muss sein

Auch die schönste Farbe und fröhlichste Zierpflanze wird nicht verhindern können, dass dir irgendwann einmal die Luft im Heimbüro ausgeht. In diesem Fall hilft nur, sich kurz mal zu entspannen oder sich selbst zu motivieren. Wie wäre es mit einer Extrapause, wenn du ein wichtiges Etappenziel erreicht hast? Es ist auch okay, sich mal kurz für fünf Minuten die Beine zu vertreten, wenn du gerade absolut Abstand von einem bestimmten Projekt brauchst. Achte einfach darauf, dass solche Sonderfälle nicht die Regel werden und dass du dir dein kleines Extra an Pause auch wirklich verdient hast.

6. Alles in Griffnähe

Die süßen Versuchungen sind ins Nebenzimmer verbannt. Um aber auf Nummer sicher zu gehen, solltest du alles, was du für deine Arbeit von zu Hause aus brauchst, in Griffnähe haben. Taschenrechner und Textmarker sind zwingend rund um deinen Arbeitsplatz zu verteilen. Wer nämlich seinen Arbeitsplatz verlassen muss, der wird zu einem kleinen Abstecher ins Kurze-Pausen-Land gelockt wie von schönstem Sirenengesang oder verführerischstem Kuchenduft.

7. Liebe To-do-Liste

Wenn du von zu Hause aus arbeitest, solltest du dir immer vor Augen halten, was du schaffen möchtest, und was du schon geschafft hast. Das kann zum Beispiel in Form von To-do-Listen oder eines Arbeitstagebuches passieren. Du könntest auch mehrere Listen anlegen: Auf die erste schreibst du, was auf jeden Fall geschafft werden muss, auf die zweite, was du gerne erledigen würdest, und auf die dritte, was du in absehbarer Zeit in Angriff nehmen musst. So hast du auch immer alles parat, wenn du deinen Chef mal über den Stand der Dinge aufklären sollst.

8. Freunde und Familie einweihen

„Kannst du heute Nachmittag auf Bello aufpassen? Oder die kleine Marie eben vom Sport abholen? Du bist doch eh zu Hause…“ Es könnte passieren, dass deine Freunde und Verwandten eine etwas verquere Vorstellung davon haben, was es bedeutet, von zu Hause aus zu arbeiten. Von wegen sein eigener Herr und so. Mach deinen Kumpels, Eltern und Geschwistern also klar, dass du in der Arbeitszeit genauso verfügbar bist, wie in jeder anderen Arbeitssituation auch – nämlich gar nicht.

9. Tu mal so, als ob…

…du wirklich aufstehen und zur Arbeit fahren müsstest. Und zwar jeden Tag, den du zu Hause arbeitest. Steh früh auf, spring unter die Dusche, zieh dich an und frühstücke, und das alles in einer vorgegeben Zeit. Dieser Rhythmus ist wichtig, denn du machst dir so noch einmal deutlicher, dass du, auch wenn du zu Hause bist, jetzt wirklich arbeitest. Fang also gar nicht erst damit an, lieber eine Stunde länger zu schlafen, um dich dann ungeduscht und in Jogginghose an den Schreibtisch zu fläzen.

10. Lass mal von dir hören

Bleib auch bei der Arbeit von zu Hause aus im ständigen Austausch mit allen Kollegen und Vorgesetzten, die an einer Aufgabe oder einem Projekt beteiligt sind. Gib ein Feedback ab, an welchem Part du gerade sitzt, wie weit du bist, wann du angefangen hast und wann du fertig sein möchtest. Dieser Input ist wichtig für den Arbeitsalltag und findet so auch regelmäßig an allen Arbeitsplätzen dieser Welt statt, etwa wenn der Chef mal eben kurz vorbeischneit, um nach dem Rechten zu schauen. Zu Hause wird dir dieser Input fehlen, wenn du dich nicht darum kümmerst.

Du siehst, das Arbeiten von zu Hause ist nicht unbedingt das Paradies für gehfaule Arbeitnehmer, das du vielleicht erwartet hast. Da muss betörendem Sirenengesang getrotzt werden, da musst du genauso früh raus und dich dem Unternehmensdresscode entsprechend kleiden wie alle anderen auch, und nicht einmal ein putziges Quokka-Selfie für zwischendurch ist drin. Doch im Vergleich zu popowarmen S-Bahn-Sitzen und rüpelhaften Verkehrsrowdys ist das doch immer noch das reinste Zuckerschlecken, oder?

Geschrieben von

Björn Remiszewski

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