Game of Bürostühle – 5 Dinge, die man von Game of Thrones für die Berufswelt lernen kann

Was war das bitte für eine Staffel? Das Spiel der Throne kam mal wieder richtig in Fahrt: jede Menge Tote, dramatische Wendepunkte in der Handlung und einige bekannte Gesichter, von denen man nicht erwartet hat, sie so schnell wiederzusehen. Grund genug, die Serie wieder einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten – nämlich hinsichtlich des Karriere-Aspekts. Dabei werde ich auch auf die Geschehnisse der sechsten Staffel eingehen, denn besonders die letzten beiden Folgen hatten es mit dem „Battle of the Bastards“ und dem Staffelfinale „The Winds of Winter“ in sich. Wer die sechste Staffel also noch nicht gesehen hat, der liest ab jetzt auf eigene Gefahr hin weiter.

Vor einiger Zeit hat meine bezaubernde Kollegin euch bereits die verschiedenen Game of Thrones-Charaktere aufgezeigt, die euch im Büroalltag begegnen können. Heute geht es um Karrieretipps, die sich aus Game of Thrones ableiten lassen. Nein, wir geben euch jetzt nicht den Ratschlag, dass ihr mit Schwert und Schild durch die Abteilungen stürmen oder eure Kollegen ins Nirvana bomben (Cersei lässt grüßen), um für euer Recht auf Urlaub zu kämpfen – auch wenn Stromberg meint „Büro ist Krieg“. Im Laufe der sechs Staffeln haben unsere Lieblingscharaktere in Game of Thrones dafür die verschiedensten Eigenschaften und Charakterzüge (weiter-)entwickelt, die sich wunderbar auf die Berufswelt projizieren lassen und die ich euch nicht vorenthalten möchten.

1. Bau dir einen guten Ruf auf

Einer der bekanntesten Sätze der Serie lautet: „Ein Lannister bezahlt stets seine Schulden!“ Ein Ausspruch, der in ganz Westeros für seinen Wahrheitsgehalt bekannt ist. Einem Mitglied der Lannister-Familie würde es nämlich nicht im Traum einfallen, jemandem etwas schuldig zu bleiben. Schließlich haben sie sich diesen Ruf über lange Zeit mühevoll erarbeitet. Ohne Geld ins Bordell? Kein Problem – ein Lannister bezahlt schließlich stets seine Schulden. Eine gute Reputation zu haben, kann sich durchaus auszahlen. Und das gilt auch für die Berufswelt und deinen Arbeitsplatz. Wenn du also deine Versprechungen, beispielsweise in Form von Deadlines oder Terminen, einhältst und hart arbeitest, dann wird sich dein guter Ruf früher oder später auszahlen.


einer der Serienlieblinge Tyrion

2. Spiele deine Stärken aus

Bleiben wir bei den Lannisters und dem wohl beliebtesten Vertreter der Familie: Tyrion. Der Halbmann, Gnom oder kleine Löwe, wie er genannt wird, hat eine sehr wertvolle Charaktereigenschaft – und ich rede nicht von dem „ich trinke und ich weiß Dinge“. Er kennt seine Stärken sowie Schwächen und weiß, diese geschickt einzusetzen. Eine wichtige Eigenschaft, denn sie hilft dir dabei, herauszufinden, für welche Aufgaben oder Rollen du dich eignest. Tyrion hat es immerhin geschafft, sich vom ungeliebten Sohn und verachteten Halbmann zur „Hand der Königin“ zu etablieren – und das, obwohl er die meiste Zeit der Serie über betrunken ist. Daenarys zählt ihn inzwischen zu ihren engsten Vertrauten. Und seien wir mal ehrlich: Wenn Tyrion nicht so gut darin wäre, sich aus Situationen herauszureden und Entscheidungen zu treffen, dann hätten wir ihn womöglich vor mehreren Staffeln abschreiben können.

3. Scheue keine unbequemen Entscheidungen

Im Leben kommt es immer zu Momenten, in denen man unbequeme Entscheidungen treffen muss. Selbstverständlich auch in der Berufswelt! Das Wichtige dabei ist, dass man sich nicht scheut, eine schwierige Entscheidung zu treffen und mit den Konsequenzen leben zu können. Was hat Eddard Stark damals zu seinem Sohn Bran gesagt, als er einen Deserteur zum Tode verurteilt hat? „Der Mann, der das Urteil fällt, der muss auch das Schwert führen!“ Wenn du also eine Entscheidung treffen musst, die vielleicht mit unbequemer Arbeit verbunden ist, dann lass dich davon nicht beeinflussen.

Ned Stark aus Game of Thrones

4. Lerne mit jedem arbeiten zu können – wirklich mit JEDEM!

Man muss nicht mit jedem Menschen gut auskommen, aber zumindest mit ihnen arbeiten können. In der Arbeitswelt ist das einer der wertvollsten Sozialkompetenzen, denn selbst wenn man seinen Arbeitskollegen vielleicht nicht mag, kann das Kombinieren verschiedener Talente großartige Ergebnisse hervorbringen. Ein gutes Beispiel hierfür, ist die ungewöhnliche Partnerschaft von der kleinen Arya Stark und Sandor Clegane, besser bekannt als „der Hund“. In der dritten Staffel von Game of Thrones werden sie notgedrungen zur Kooperation gezwungen und reisen einige Zeit zusammen – und das obwohl Arya den Hund auf ihrer Todesliste hat. Dabei ergänzt das ungleiche Paar sich einige Male ungewöhnlich gut, was sie dazu bringt, zusammenzuarbeiten. Umso interessanter wird es, was passiert, wenn er und Arya nach dieser langen Zeit wieder aufeinander treffen. Schließlich sind wir davon ausgegangen, dass er damals gestorben ist. Scheut euch also erstmal nicht davor, mit jemandem zusammenzuarbeiten, den ihr nicht so gut kennt oder mögt. Vielleicht ist das Ergebnis ja positiver als du im ersten Moment vermutet hast?

daenarys aus game of thrones

5. Den richtigen Mentor zu haben, macht viel aus

Um es ganz nach oben zu schaffen, braucht es in der Regel zwei Dinge: erstens harte Arbeit und zweitens die Hilfe von Anderen! Dass gerade Letzteres extrem wichtig ist, zeigt uns Daenerys Targaryen aka Mutter der Drachen aka Königin der Andalen aka Khaleesi des Dothrakischen Meeres aka Brecherin der Ketten und so weiter. Daenerys demonstriert, wie wichtig es ist, zuzuhören und von Erfahreneren zu lernen. Auf ihrem Weg zum Eisernen Thron hat sie einen engen Kreis von Beratern um sich geschart, deren Rat und Meinung sie oft einholt. Schließlich kann man nicht alles wissen und es ist mehr als praktisch, von den Erfahrungen seiner Arbeitskollegen zu profitieren. Daario Naharis hatte im Staffelfinale bereits richtig vermutet, dass Tyrion Daenerys geraten hat, ihn nicht mit nach Westereos zu nehmen. Was umso deutlicher macht, wie sehr sie ihm vertraut und seinen Rat schätzt. Suche dir also langfristig die richtigen Leute, von denen du lernen kannst – und mit harter Arbeit steht deinem Erfolg nichts mehr im Wege.

Alternative: hole dir einen Drachen!

Leider war es das jetzt aber vorerst wieder mit Abenteuern und Intrigen aus den sieben Königreichen. Wahre „Throner“ vertrösten sich dann ab sofort wohl mit ihren „Übergangsserien“, wie ich sie gerne nenne (zum Glück geht „Suits“ im Juli weiter). Und wenn alle Tipps nicht helfen, dann besorg dir halt einen Drachen, der regelt ALLES für dich. DRACARYS

Bildquelle: HBO

Geschrieben von

Tim Oudeman

2 Kommentare

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  • Ja, so manchmal wünscht man sich schon einen Drachen im Bürojob.
    Bei Punkt 1 geb ich dir aber völlig Recht. Hat man den Ruf immer pünktich alles zu liefern und Zusagen einzuhalten, dann bleibt das definitv positiv im Kopf der Kollegen

    • Sag das nicht so laut: Manche haben einen Drachen im Büro und sind nicht sonderlich begeistert 😀 Danke für deinen Kommentar 🙂

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