Archive - 27. April 2016

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Warum der Arbeitsmarkt Geisteswissenschaftler braucht

Warum der Arbeitsmarkt Geisteswissenschaftler braucht

Am Ausfahrtsschild zu den Räumlichkeiten der Geisteswissenschaften der Ruhr-Universität Bochum hatte irgendwann einmal ein spitzfindiger Schmierfink das Wort Wissenschaft mit Edding in Anführungszeichen gesetzt – und ich musste ziemlich lachen, als ich es sah. Die Diskussion über Sinn und Unsinn der Geisteswissenschaften und deren Relevanz für das richtige, echte, harte Leben ist alles andere als neu. Universitäten in Großbritannien und England sind mittlerweile dazu angehalten, ihren Unterricht praktischer und wirtschaftlich effizienter zu gestalten, und in den USA sterben die Geisteswissenschaftsstudenten aufgrund der schlechten Jobaussichten allmählich aus. Ich, Absolvent der Medienwissenschaft und Komparatistik, habe diese Diskussion etliche Male geführt. Meistens mit mir selbst – und oftmals stand ich auf Seiten der Kritiker, der Mediziner und Ingenieure. Heute, wenige Jahre nach meinem Masterabschluss, habe ich aber einen neuen Blick auf mein Studium gewonnen und erleichtert festgestellt, dass mir die Zeit an der Uni doch so einige wichtige Fähigkeiten vermittelt hat: neue Denkweisen und Perspektiven, die sich für mich persönlich als auch beruflich als äußerst kostbar herausgestellt haben.

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