Barbie bei LinkedIn? Was Absolventen vom Modepüppchen lernen können

Seit Jahrzehnten lässt sich Barbie in fast jedem Kinderzimmer finden und regt die Fantasie junger Mädchen an. Doch damit ist jetzt Schluss! Nach Flugbegleiter-, Taucher- oder Rennfahrer-Barbie, kommt jetzt die Entrepreneur Barbie. Diese Special Edition gibt es jedoch nicht in der gewohnten blond-blauäugig-bildschön-Verpackung zu kaufen. Nein, die Entrepreneur Barbie findet man online, und zwar bei LinkedIn, wo sie als Unternehmerin Tipps für die ganz reale Berufswelt gibt. Mit diesem Profil lassen sich nicht nur Schönheitsideale beeinflussen, sondern auch Karrierepläne schmieden. Barbie für Mädchen war gestern. Heute können wir alle etwas von ihr lernen. Wir präsentieren euch heute deshalb 10 Dinge, die wir uns von Barbie abkupfern sollten.

 1. Der „Dream Incubator“

Nein, Barbie lebt nicht nach dem Motto: Wer schön sein will, muss leiden. Die Onlineversion von der hübschen Plastikunternehmerin hat einen anderen Leitfaden, den sie zum Konzept ihrer Seite macht. Es geht um Hoffnungen, Wünsche und Selbstverwirklichung. Es geht um Träume: “If you Can Dream It, You Can Be it!” – lautet Barbies Devise. Zugegeben, wenn jeder das werden könnte, wovon er oder sie träumt, wäre die Welt wahrscheinlich voll von Astronauten, Rockstars und Schauspielern. Doch mal ehrlich: Gab es nicht auch Zeiten, in denen man sich selbst ein Studium nicht zugetraut hat? Wie oft glaubt man, die Anforderungen in der Stellenausschreibung nicht erfüllen zu können? Aus diesem Grund kann Barbies Optimismus in manchen Fällen nicht schaden. Denn es gibt Situationen, die es erfordern, an sich selbst zu glauben.

2. The best me I can be

Barbies vollständiger Name lautet Barbie Millicent Roberts. Ob sie es damit auch in die Kinderzimmer dieser Welt geschafft hätte, ist fraglich. Das soll jetzt nicht bedeuten, dass man anstatt Bob, Bobby oder Barbara, Babsi in seinen Lebenslauf schreiben sollte. Es geht vielmehr um den Gedanken dahinter, nämlich um die Eigenschaft sich gut verkaufen zu können. Vermarktung ist heutzutage nicht nur ein Muss für Produkte, sondern fängt bereits bei der Darstellung der eigenen Fertigkeiten an.

3. Daumen hoch

Es ist zwar keine Weltneuheit, doch Barbie macht noch mal deutlich, wie es richtig geht. Social Media ist nicht nur zum Trendbegriff geworden, sondern hat es mittlerweile über das Privatleben hinaus geschafft. Egal, ob es um die Überprüfung des eigenen Profils durch den Arbeitgeber oder um Marketingstrategien auf Facebook geht – die Zeiten, in denen Facebook ausschließlich dazu diente mit Freunden zu kommunizieren, sind vorbei. Auf Facebook hat Barbie daher mehr als 12 Millionen Likes, auf Instagram und Twitter mehr als 200.000 Follower und auf LinkedIn verfolgen täglich 6.140 Personen, was Barbie so treibt.

 4. Neu ist immer besser

Barbie als Puppe, Barbie als Film, Barbie als Gemeinschaftsspiel, Barbie auf Bettwäsche und, siehe da, Barbie in sozialen Netzwerken. Die Liste von Orten, an denen sich die lächelnde Blondine überall blicken lässt, ist schier endlos. Einer der Gründe für Barbies Erfolg liegt folglich darin, dass sie innovativ ist. Nicht unbedingt in ihrer äußerlichen Erscheinung, aber zumindest in ihrer Präsenz in den unterschiedlichsten Branchen. Davon könnte man sich ruhig eine Scheibe abschneiden. Schließlich würde heute Einiges fehlen, wenn man auf Kreativität und Innovation verzichtet hätte.

5. Stillstand ist Rückschritt

Das Studium ist zu Ende und man muss nie wieder ein Buch anfassen? Nicht ganz. Man sollte sich lieber ein Beispiel an Barbie nehmen. Getreu dem Motto „Sky is the limit“ hat sie nämlich im Laufe der Jahre einen Führerschein, einen Pilotenschein und mehrere Doktortitel erworben. Auf dem Stand der Dinge stehen zu bleiben ist zwar komfortabel, aber bestimmt nicht empfehlenswert. Hier und da mal wieder sein Englisch auffrischen oder ein Fachbuch in die Hand nehmen, hat noch niemandem geschadet.

6. Es ist nett, wichtig zu sein. Aber es ist wichtiger, nett zu sein.

Auch wenn Barbie überzeugende Gründe dafür hat, ständig Selfies zu posten oder mit ihren Doktortiteln zu protzen, verweist sie lieber auf die Leistung von anderen. Bei LinkedIn stellt sie beispielsweise Unternehmerinnen vor. In der heutigen Ellbogen Gesellschaft kann auch dich die Unterstützung von anderen weiterbringen. Damit erweiterst du nicht nur dein Netzwerk, sondern zeigst auch, dass du ein Teamplayer bist.

7. Geht nicht, gibt’s nicht!

Was Barbie uns besser als die meisten Anderen vorlebt, ist ihre Selbstentfaltung. Mit ihren 55 Jahren, die man ihr nun wirklich nicht ansieht, ist sie keineswegs die zierende Hausfrau geblieben. Im Gegenteil. Sie kann auf eine berufliche Karriere zurückblicken, die von der Chirurgin bis zur Soldatin reicht. Damit entdeckt Barbie sich immer wieder neu und hat keine Angst vor Veränderungen. Okay, wäre man heute in mehr als fünf Berufen ausgebildet, würde das eher von Sprunghaftigkeit als von Selbstentfaltung zeugen. Aber der Fokus liegt auf der Weiterentwicklung. Bei einem nichtzufriedenstellenden Studium oder einem langweiligen Beruf sollte sich der ein oder andere Barbies Eigenschaft, sich immer wieder neu zu erfinden, zu Herzen nehmen und die Konsequenzen ziehen.

8. Hand aufs Herz

Barbie hilft nicht nur anderen Entrepreneur Damen auf ihrem Profil, sondern engagiert sich auch außerhalb des Internets. Beispielsweise beteiligt sie sich finanziell an Brustkrebs-Organisationen oder unterstützt Tierschutzvereine. Auch die Umwelt lässt sie nicht kalt. Es gab eine limitierte Ausgabe von Barbies Accessoires, die aus übergeblieben Materialien entstanden sind. Was genau lehrt uns das? Wenn selbst Barbie mit pinken Pumps und rosa Lidschatten soziales Engagement an den Tag legt, sollten auch wir unserer Umwelt hin und wieder einen Gefallen tun.

9. We are one

Barbie verkörpert mehr als 40 Nationalitäten – ob im Kimono, Hawaii Rock oder Sari. Dabei wechselt die Schönheit nicht nur ihre Kleider, sondern ebenfalls Haar- und Hautfarbe. Darüber hinaus gibt es sogar die UNICEF Barbie als Botschafterin. Weltoffenheit und Toleranz gehören zu Barbies Stärken und auch man selbst sollte diesen Eigenschaften ruhig mehr Raum im eigenen Alltag zugestehen.

 10. Schwarz-Weiß ist das neue Schwarz

Barbie ist natürlich nicht nur Unternehmerin, sondern bleibt auch eine Stilikone. Zu guter Letzt darf deswegen natürlich ein Fashiontipp nicht fehlen. Ihre Karriere startete Barbie in einem schwarz-weißen Badeanzug und selbst nach Jahren im Geschäft ist sie immer noch erfolgreich. Im Umkehrschluss zeigt uns das, wie wichtig der erste Auftritt ist. Klar sollte man beispielsweise zu einem Vorstellungsgespräch nicht unbedingt in Badesachen erscheinen, allerdings wird schwarz-weiß wohl nie aus der Mode kommen, selbst wenn unsere Vorstellungen von Attraktivität sich doch verändert haben.

Geschrieben von

Margarethe Schwarz

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