10 Arbeitstypen, die dir garantiert schon einmal begegnet sind

Arbeitskollegen sind ein bisschen wie Familienmitglieder. Man kann sie sich nicht aussuchen, aber sie sind da – fünf Tage die Woche, acht Stunden am Tag. Und auch, wenn man nicht mit jedem eine lebenslange Freundschaft schließt: Man hat sie irgendwie doch lieb, auch wenn sie manchmal nerven. Außerdem gibt einem die Routine im Büro eine gewisse Sicherheit: Du weißt genau, wen du morgens an der Kaffeemaschine triffst, auf wen am ehesten Verlass ist und von wem du dir am besten den Firmenschlüssel leihen kannst, wenn du mal länger bleiben musst. Bestimmte Typen gibt es nämlich tatsächlich in jedem Unternehmen. Welchen 10 Arbeitstypen du garantiert schon begegnet bist, verraten wir dir hier.

Arbeitstyp 1:  Der Frühaufsteher

Er sagt: „Den Sonnenaufgang hättest du heute sehen müssen! Der war so schön, da musste ich doch glatt innehalten bei meiner morgendlichen Joggingrunde!“

Unter den 10 Arbeitstypen teilt sich die Welt in zwei Sorten: Diejenigen, die im Morgengrauen frisch und fröhlich aus dem Bett hüpfen und die, die einen Sonnenaufgang nur zu sehen bekommen, wenn sie versehentlich zu spät ins Bett gehen. Egal, wie zeitig du morgens ins Büro kommst, der Frühaufsteher unter deinen Arbeitskollegen ist garantiert schon da und mit der Hälfte seiner Arbeit für den Tag fertig. Soviel Energie er morgens und vormittags hat, so müde wird der Frühaufsteher am Nachmittag – schließlich ist schon fast wieder Schlafenszeit.

Arbeitstyp 2: Der Morgenmuffel

Er sagt (vor 10.30 Uhr): „Hmmmmmpf …“

© vasakna | Thinkstock

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Den Morgenmuffel unter deinen Arbeitskollegen erkennst du an der Infusionsnadel in seinem Arm, über die er sich jeden Morgen sein koffeinhaltiges Lebenselixier in die Blutbahnen pumpt: Kaffee. Der Morgenmuffel ist das genaue Gegenteil des Frühaufstehers – während dieser Arbeitstyp sein allmorgendliches Work-Out absolviert, befindet sich der Morgenmuffel noch im Reich der Toten. Vor zehn Uhr fehlt ihm meist die Kraft für jegliche Interaktion mit den Kollegen, denn alle Konzentration wird dafür benötigt, die Augen offen zu halten – schließlich ist der Morgenmuffel gestern nicht vor zwei Uhr morgens ins Bett gekommen. Mittags erwachen dann endlich seine Lebensgeister.

Arbeitstyp 3: Der Organisator

Er sagt: „Dafür habe ich letzten Monat schon eine Liste angelegt!“

Der Organisator ist der Fels in der Brandung in jedem Büro. Wann immer etwas schnell erledigt werden muss: Der Organisator behält den Überblick und sorgt dafür, dass seine Kollegen nicht mit dem Kopf durch die Wand rennen. Das vor zwei Monaten angekündigte Teammeeting hat er als Einziger nicht vergessen und sich natürlich auch längst darum gekümmert, dass das Geburtstagsgeschenk für den Praktikanten rechtzeitig geliefert wird. Weil er irgendwie alles mühelos zu schaffen scheint, besteht die Gefahr, dass sich alle blind auf ihn verlassen und ihm manchmal zu viel aufhalsen.

Arbeitstyp 4: Der Chaot

Er sagt: „Oh, achso … äh … hoppla, das hatte ich jetzt gar nicht mehr auf dem Schirm.“

Der Chaot ist eine feste Größe unter den 10 Arbeitstypen und Kollegen. Wo der Organisator alles fest im Griff hat, wäre die ganze Belegschaft rettungslos verloren, überließe man dem Chaoten die Planung. Obwohl er sich stets bemüht, wird er regelmäßig Opfer seiner eigenen Schusseligkeit – wann musste nochmal die Präsentation fertig sein und wie hieß nochmal der Kunde, der eben angerufen hat? Vergessen! So hoffnungslos er mit Organisationsfragen überfordert ist, so kreativ und spontan kann er sein – die fixen Ideen, die ihm oft kommen, entpuppen sich nicht selten als richtig gute Einfälle. Um deren Umsetzung sich dann allerdings besser der Organisator kümmert.

Arbeitstyp 5: Der Wehleidige

Er sagt: „Ich glaube, ich brüte schon wieder was aus …“

© Jeffrey Hamilton | Thinkstock

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Keinen anderen deiner Arbeitskollegen beäugst du so argwöhnisch wie den Wehleidigen. Nicht, weil du ihn nicht magst, sondern weil du ständig befürchten musst, dich bei ihm anzustecken, wenn er sich mal wieder nicht ganz gesund fühlt. Hustet er? Greift er sich ächzend an den kratzenden Hals oder fasst sich leidend an den schmerzenden Kopf? Eigentlich tut dir dein wehleidiger Arbeitskollege mit seinem schwachen Immunsystem ja wirklich leid. Aber tröstend in den Arm nehmen möchtest du die menschliche Virenschleuder trotzdem nicht.

Arbeitstyp 6: Der Aufschieber

Er sagt: „Ich arbeite am besten unter Druck!“

Der Aufschieber lebt frei nach dem Motto: „Was ich heute kann besorgen, kann ich eigentlich auch morgen noch machen.“ Lästige Aufgaben, die nicht allzu dringend sind, schiebt dieser Arbeitskollege gerne vor sich her – und redet sich dann damit heraus, dass das einfach nur seine Arbeitsweise ist. Der Druck kommt spätestens dann, wenn der Aufschieber eine Datenanalyse vorlegen muss, die er noch gar nicht gemacht hat. Dann wächst er plötzlich über sich hinaus und arbeitet plötzlich so konzentriert wie ein Hirnchirurg, obwohl er sich sonst von allem und jedem ablenken lässt.

Arbeitstyp 7: Der Anlehnungsbedürftige

Er sagt: „Ui, du bist aber heute wieder verspannt!“

Der Anlehnungsbedürftige sieht mit seinen Händen. Entweder das, oder hat als Kind zu viel „Everytime we touch“ gehört und lebt jetzt nach diesem Motto. Dass der Anlehnungsbedürftige im Raum ist, merkst du zu allererst an einer Hand auf deinem Arm oder einem Arm um deine Schultern – noch bevor du sein „Hallo!“ hörst. Wo der Anlehnungsbedürftige auch hingeht: Seine Hände sind immer zuerst da, auch, wenn manche deiner Kollegen das gar nicht prickelnd finden. Das kann man dem anschmiegsamen Kollegen dann auch ruhig mal sagen.

Arbeitstyp 8: Der Hyperaktive

Er sagt: „Heyhallowiegehtswiestehtswasmachtihrso?“

© Antonio Gravante | Thinkstock

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Aus den Kommilitonen, die im Hörsaal neben dir so heftig mit den Beinen zappeln, dass die ganze Sitzreihe bebt, werden nicht selten auch Arbeitskollegen, die nicht gut stillsitzen können. Wer rastet, der rostet. Und weil der Hyperaktive genau davor offenbar furchtbare Angst hat, ist er ständig in Bewegung. Und dafür muss er nicht unbedingt Sportwissenschaften studieren. Treppen steigt er meist nicht einfach hoch, er rennt oder springt, flitzt durch die Bürogänge und ist Meister im Schnellreden. Weil er den ganzen Tag so viel unterwegs ist um seinen Bewegungsdrang zu kanalisieren, bekommt der Hyperaktive besonders viel von dem mit, was in der Firma passiert – und ist daher eine nützliche Informationsquelle, wenn man ihn denn mal zu fassen kriegt.

Arbeitstyp 9: Der Empfindliche

Er sagt:Musst du so laut atmen? Ich kann mich nicht denken hören!“

Der Empfindliche ist der stille Herrscher des Büros. Ähnlich wie ein Löwe in der Savanne thront er hinter seinem Schreibtisch und man darf sich ihm nur auf Zehenspitzen nähern, wenn man ihn nicht zum Knurren bringen will. Dein empfindlicher Arbeitskollege hat nicht nur ein exzellentes Gehör, sondern zu allem Überfluss auch noch eine sehr feine Nase – bleib ihm am besten auch mit intensiven Gerüchen oder am besten gleich ganz fern. Hinter der hochsensiblen Fassade verbirgt sich oft ein zartbesaiteter Schöngeist, dem die Welt ein bisschen zu intensiv ist.

Arbeitstyp 10: Der Perfektionist

Er sagt: „Diese Formatierung ist ja un-er-träg-lich!“

© BirgitKorber | Thinkstock

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Seine Arbeit erledigt er meist nicht im Rekordtempo, dafür aber mustergültig gründlich. Formatierungsfehler im Text bereiten ihm schlaflose Nächte und die asymmetrisch aufgehängten Bilder an der Bürowand treiben ihn in den Wahnsinn. Bei aller Sorgfältigkeit kann es passieren, dass der Perfektionist unter deinen Arbeitskollegen manchmal ein wenig neurotisch wirkt und vor lauter Perfektionsstreben den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Dafür kannst du dich darauf verlassen, von ihm keine halbgaren Arbeiten zu sehen. Was er macht, macht dieser Arbeitstyp gründlich.

Geschrieben von

Laura Zink

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